Bewerbung für ein Praktikum - Tipps

Die große Schwierigkeit bei einer Bewerbung für ein Praktikum liegt darin, dass die meisten Bewerber über keine oder nur wenig Praxiserfahrung verfügen. Aus der Praktikums-Bewerbung muss darum hervorgehen, welche Motivation man für das Praktikum hat, welche (Vor-)Kenntnisse man für den anvisierten Bereich mitbringt und was man aus dem Praktikum mitnehmen möchte. Praktikum.info gibt Tipps, wie man das in einer Bewerbung umsetzen kann.

Bewerbung für ein Praktikum

 

Inhaltlich und optisch überzeugende Bewerbungsmappe

Wie alle Bewerbungen besteht eine Bewerbung für ein Praktikum aus Lebenslauf, Anschreiben, (Zwischen-)Zeugnissen und eventuell weiteren Dokumenten (Bescheinigungen über soziales Engagement, Auszeichnungen, Nebenjobs).

Der Text in Anschreiben und Lebenslauf darf keine Fehler enthalten. Gerade am Bildschirm übersieht man oft eigene Fehler. Deshalb sollte man die Bewerbung vor dem Versenden immer noch einmal ausdrucken und einer gründlichen Kontrolle unterziehen. Auf Nummer sicher geht man, wenn auch nochmal jemand anderes die Bewerbung checkt. Kleiner Insider-Tipp: Bei Mehrfach-Bewerbungen unbedingt auch nochmal das Datum auf Anschreiben und Lebenslauf prüfen, genau wie die Angabe der richtigen Adresse.

Eine Bewerbung ist immer auch eine Arbeitsprobe. Wenn man noch keine Arbeitszeugnisse oder ähnliche Bescheinigungen vorweisen kann, sollte man umso mehr Sorgfalt und Arbeit in die (elektronische) Bewerbungsmappe stecken. Das gilt auch für die optische Aufbereitung, denn das Auge des Personalers bewertet mit. Das Internet liefert eine Vielzahl von kostenlosen Vorlagen für ansprechende Bewerbungen. Man sollte nur nicht unbedingt den erstbesten Google-Treffer nehmen, damit der Personaler das Layout nicht sofort von anderen Bewerbungen wiedererkennt.

Motivation in einer Praktikum-Bewerbung elementar

Motivation und Ziele sind für den Arbeitgeber ein wesentliches Indiz, dass man lernwillig ist und sich als Praktikant aktiv einbringen möchte. Aus dem Anschreiben und dem Lebenslauf müssen daher die Motivation und Vorkenntnisse für das anvisierte Praktikum hervorgehen. Beides sind für den Arbeitgeber die wichtigsten Punkte bei der Beurteilung. Zwar kann man sich die Praktikumsstellen natürlich nicht immer aussuchen, aber man sollte grundsätzlich Praktika in Bereichen anstreben, der einen wirklich interessiert. Dann geht auch die Erstellung der Bewerbung viel leichter von der Hand, da man dann eine höhere Motivation aufweist und die Bewerbung dadurch überzeugender wirkt.  

Eine wesentliche Motivation für das Praktikum sollte immer auch sein, (endlich) Praxiserfahrung zu sammeln. Als Student kann man darauf verweisen, das an der Hochschule erlernte theoretische Wissen in die Praxis umsetzen zu wollen. Konkretes Ziel kann auch sein, sich in ein bestimmtes  Thema einarbeiten zu wollen..

Zur Motivation und zu den Zielen gehört auch darzustellen, warum man gerne in genau diesem Unternehmen arbeiten möchte. Da kann man zum Beispiel auf die besondere Firmenkultur verweisen oder auf einen bestimmten Geschäftszweck, der eine „gute Sache“ verfolgt (z.B. Gesundheit, Mobilität, Umweltschutz).

Allgemeine und spezifische Qualifikatione

Spezielle Vorkenntnisse können Fächer und Kurse aus Schule und Uni sein, Bescheinigungen aus vorherigen Praktika oder auch relevanten Hobbys. Wer sich beispielsweise bei meinem Musikverlag für ein Marketing-Praktikum bewirbt, sollte im Anschreiben seine Leidenschaft für Musik nennen und entsprechend bei den Hobbys im Lebenslauf Musik angeben. Auch wenn man ein Interesse für irgendeinen Bereich hat, der mit den Aufgaben des Praktikums zusammenhängt, sollte man das in der Bewerbung mit anführen.

Eine allgemeine Qualifikation für ein sind Computerkenntnisse. In fast allen Bürojobs und auch darüber hinaus, geht ohne Computer und das Internet nichts mehr. Daher sollte man seine EDV- und Internet-Kenntnisse unbedingt mit im Lebenslauf angeben, selbst wenn in dem Praktikum-Stellenangebot nicht expliziert danach gefragt wird. Auch im Anschreiben kann man einen  Satz einbauen wie: „ich bin versiert im Umgang mit dem Internet und den gängigen MS-Office-Programmen.“

In der Arbeitswelt werden Soft Skills wie z.B. Teamfähigkeit, Kommunikative Kompetenzen, strukturiertes Arbeiten immer wichtiger, da man im Job viel mit anderen zusammenarbeitet und sich austauscht. Einfach nur im Anschreiben anzugeben, dass man teamfähig und flexibel ist, ist wenig überzeugend. Besser ist es, solche allgemeine Anforderungen anhand konkreter Beispiele zu belegen (z.B. Mannschaftssport, Nebenjobs, Gruppenreferate, soziales Engagement).

In der Bewerbung konkret und authentisch bleiben

Bei einer Bewerbung für ein Praktikum gilt ganz allgemein: authentisch bleiben! Sich zu verstellen bringt nichts, weil es sonst im Vorstellungsgespräch oder spätestens im Praktikum in der Hose geht. Dennoch sollte am selbstbewusst seine Stärken betonen und diese in Anschreiben und Lebenslauf hervorheben.

Im Anschreiben hat man nur wenig Platz, um sich als passende Kandidaten für die Stelle zu präsentieren. Bei einer Bewerbung über eine Stellenanzeige ist es ebenfalls enorm wichtig, bei die Inhalte, Stärken und Kompetenzen im Anschreiben konkret auf die Anforderungen in Tätigkeiten der beschriebenen Stelle auszurichten. Die Stärken und Kompetenzen, die in der Stellenanzeige nicht gefragt sind,  sollte man stattdessen im Lebenslauf unterbringen.

Lies hier, was alles im Lebenslauf für eine Praktikumsbewerbung stehen sollte.

geschrieben von Luise Köhler am 22.01.2012

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