Bewerbung Praktikum: No Go’s beachten & durchstarten

Bewerbung Praktikum: No Go’s beachten & durchstarten
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Stolperfalle Nr. 1 in der Praktikumsbewerbung: Unprofessionelle Bewerbungsunterlagen

Die Bewerbungsunterlagen sollen dem Personaler auf den ersten Blick zeigen, dass die Bewerbung für ein Praktikum, die ihm vorliegt, ein echter Volltreffer ist. Oft werden Anschreiben und Lebenslauf nur kurz gescannt und dann entweder abgenickt oder versenkt – man muss also mit seiner Praktikumsbewerbung auf kleinem Raum in einer kurzen Zeitspanne von sich überzeugen, damit man in Erinnerung bleibt.

Das Anschreiben

Im Anschreiben einer Praktikumsbewerbung kann der Bewerber zeigen, dass er seine Motivation, seine Soft Skills und sein Fachwissen auf einer Seite ansprechend und fehlerfrei formulieren kann. Schafft er das nicht, könnte er seine Chancen schon in den ersten Sätzen verspielen.

  • Bereits in der Anrede lauert ein No Go. Wer seine Bewerbung für ein Praktikum mit einem korrekten, aber unpersönlichen „Sehr geehrte Damen und Herren“ beginnt, läuft Gefahr entlarvt zu werden, dass er nach dem Copy-Paste-Prinzip arbeitet und sich nicht die Mühe macht, nachzuschauen, wer verantwortlich für Praktikumsbewerbungen ist.  Und wenn eine Bewerbung niemanden direkt anspricht, kann es schnell passieren, dass sie ungelesen in einem E-Mail-Postfach verstaubt.
  • Das nächste No Go folgt direkt: Wer im Einleitungssatz mit einem müden „Hiermit bewerbe ich mich“ einsteigt, der wird kaum im Gedächtnis bleiben. Dass man sich mit einer Praktikumsbewerbung bewerben will, ist nun mal keine neue Information. Besser: Direkt ins Thema einsteigen und seine Skills deutlich machen, beispielsweise durch Sätze wie „Sie suchen einen Teamplayer, der innovative Ideen, Durchsetzungsvermögen und viel Know-how als Ingenieur mitbringt?“ 
  • Unerlässlich für eine überzeugende Praktikumsbewerbung: Sichere Rechtschreibung und Grammatik – und das nicht nur, wenn man sich für ein Praktikum bewirbt, bei dem man viel schreiben muss. Ist die Bewerbung voller Flüchtigkeitsfehler, erweckt das den Eindruck, dass man sich keine Mühe gegeben hat, schludrig und ungenau arbeitet und nicht besonders präzise und perfektionistisch ist. Eine Ausnahme: Wenn man kein Muttersprachler ist und das Praktikum nicht zwingend perfekte Sprachkenntnisse erfordert, zeigt eine Bewerbung in einer fremden Sprache, dass man motiviert ist, seine Sprachkenntnisse für eine Stelle weiterzuentwickeln.

Der Lebenslauf

Der zweite wichtige Teil der Bewerbung ums Praktikum ist der Lebenslauf. Dieser sollte dem Personaler auf einen Blick einen Überblick über die Person, den Werdegang und die bisher gesammelten Erfahrungen geben – auch hier ist Vorsicht geboten.

  • Lücken im Lebenslauf sollte man gut erklären können – wenn der Verdacht aufkommt, dass man einfach mal ein Jahr lang nichts gemacht hat, wird das beim Empfänger der Praktikumsbewerbung für wenig Begeisterung sorgen. Wer aber nach dem Studium einfach mal eine Auszeit gebraucht hat und zum Beispiel auf Reisen war, sollte das in die Bewerbung für ein Praktikum dann auch so aufnehmen, zum Beispiel unter dem Punkt „Auslandsaufenthalte“ im Lebenslauf. Es gilt: Lücken sind nur dann Lücken, wenn man sie nicht erklären kann! Auch wenn man eine Zeit genutzt hat, um eine Sprache zu lernen oder sich in einer Theatergruppe auszutoben, ist das ein plausibler Grund, aus dem einen kein Personaler einen Strick drehen wird.
  • Eine Bewerbung ums Praktikum soll den Personaler zwar beeindrucken – aber der Lebenslauf sollte nicht zu überladen sein. Wichtig ist es, eine gute Struktur zu schaffen und den Lebenslauf auf maximal zwei übersichtliche Seiten zu beschränken. Zeitlich lückenlos muss er sein, bei allen anderen Dingen, die den Rahmen sprengen, sollte man sich überlegen, was wirklich für die Praktikumsbewerbung relevant ist. Ein chaotischer Lebenslauf ist ein klares No Go und schreckt schnell ab.
  • •Stichwort Bewerbungsfoto: Selfies oder Urlaubsfotos haben in einer Bewerbung für ein Praktikum nichts zu suchen. Angebracht ist ein sympathisches Passbild, das entweder im Lebenslauf oder auf einem Deckblatt platziert ist. Übrigens: Bewerbungsfotos müssen gar nicht teuer sein – viele professionelle Fotografen bieten Passbilder ab zehn Euro an.

>> Hier erfährst du mehr darüber, wie der perfekte Lebenslauf für deine Praktikumsbewerbung aussieht

Stolperfalle Nr. 2 in der Praktikumsbewerbung: Fehlende Praxiserfahrungen

Wer sich für ein Praktikum bewirbt, der hat oft ein Problem: Viel Theorie im Studium erlernt, aber wenig Erfahrung in der Praxis sammeln können. Das macht durchaus Sinn, denn Praktika sind ja schließlich dazu da, mehr zu lernen, und nicht, um geschulte Aushilfskräfte zu beschäftigen. Auch wenn man Angst hat, dass die Bewerbung für ein Praktikum aufgrund fehlender Vorkenntnisse aussortiert wird: Ein absolutes No Go wäre es zu lügen, denn spätestens im persönlichen Gespräch merkt ein geübter Personaler sofort, wenn eine Mogelpackung vor ihm sitzt. Abgesehen davon weiß man nie, was für Beziehungen der Empfänger der Praktikumsbewerbung  hat – ein schneller Anruf bei deinem angeblichen letzten Arbeitgeber, und schon hast du die Chance auf einen Praktikumsplatz vertan. Besser: In der Bewerbung gezielt auf deine Stärken und Soft Skills eingehen, Nebenjobs, Reisen und Freizeitbeschäftigungen nennen sowie Engagement in Vereinen mit aufnehmen. Auf die Art und Weise kann sich der Personaler durch deine Praktikumsbewerbung ein Bild von deiner Persönlichkeit machen, Interesse für verschiedene Bereiche ablesen und einen Eindruck gewinnen, ob du neben deinen theoretischen Grundkenntnissen auch menschlich zum Unternehmen passen würdest.

Stolperfalle Nr. 3 in der Bewerbung fürs Praktikum: Fehlende Motivation & Individualität

Gesucht sind auch bei Praktikantenstellen Bewerber, die für ein Praktikum brennen – wer es nicht schafft, das in seiner Bewerbung zu zeigen, der wird kein Glück haben, einen begehrten Platz zu ergattern. Motivation auszudrücken, zu zeigen, dass man ganz genau das eine Praktikum haben will, ist unerlässlich. Daher ist es auch ein No Go, Bewerbungen einfach für jedes Praktikum nur mit Copy-Paste schnell an den nächsten Empfänger zu schicken. Dabei schleichen sich zu gerne Fehler ein, wie zum Beispiel eine falsche Ansprache oder Floskeln, die nicht aussagekräftig sind. Wichtig ist es, Individualität zu beweisen und die Bewerbung ums Praktikum so zu gestalten, dass der Personaler merkt, dass diese wirklich explizit für sein Unternehmen verfasst wurde. Bewerber sollten daher in der Praktikumsbewerbung immer einen Zusammenhang herstellen zwischen sich und dem Unternehmen, erklären, warum sie sich genau für dieses Praktikum bewerben und ihre Begeisterung ausdrücken für ihre künftigen Aufgaben.

Top Bewerbung – Praktikum abräumen

Alle No Go’s wurden beachtet, Fettnäpfchen erkannt und aus der Welt geräumt? Dann steht einer erfolgreichen Praktikumsbewerbung nichts mehr im Wege. PRAKTIKUM.INFO wünscht viel Erfolg bei den ersten Praxiserfahrungen

 

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