Praktikum bei der Kindernothilfe – Praktis im Interview

Praktikum bei der Kindernothilfe – Praktis im Interview
PRAKTIKUM.INFO-Umfrage

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Praktikant: Phuong Hanh Nguyen
Studiengang: Master Regionalwissenschaft Südostasien

Praktikumsstelle: Praktikantin im Referat Asien und Osteuropa
Organisation: Kindernothilfe e.V.
Branche: Soziales
Praktikumszeitraum: November 2013 – Februar 2014
Ort: Duisburg


 

Du absolvierst gerade ein Praktikum bei der Kindernothilfe. Wie bist du dazu gekommen?

Im Rahmen meines Studiums entwickelte ich ein Interesse für das Thema Entwicklungszusammenarbeit. Ich wollte schon immer in einem Bereich arbeiten, in dem Kindern geholfen wird. Daher entschloss ich, mich bei der Kindernothilfe zu bewerben, da sie für eine Vielzahl von Projekten zugunsten von Kindern bekannt ist und sich für die Rechte der Kinder einsetzt. Des Weiteren bewegte mich die Aussicht, Einblicke in die Arbeitsweisen und -abläufe einer entwicklungspolitischen Nichtregierungsorganisation zu erlangen.

Wie lief der Bewerbungsprozess ab?

Das ging alles sehr schnell. Durch meine Recherche im Internet fand ich die Praktikumsausschreibung und bewarb mich direkt online bei der Kindernothilfe. Eine Woche später erhielt ich einen Telefonanruf aus der Personalabteilung. Bereits die Woche darauf begann ich mit meinem Praktikum bei der Kindernothilfe.

Der erste Tag: Kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Ein sehr warmer Empfang. Ich lernte das Team kennen von dem ich herzlich empfangen wurde. Obwohl an diesem Morgen aufgrund des Taifuns Hayan auf den Philippinen ziemlich viel los war, nahmen sich die Referatsleitung und meine Betreuerin Zeit, um mit mir ein Einführungsgespräch zu führen. Anschließend führte mich ein Kollege durch die Geschäftsstelle. Danach bekam ich meine ersten Aufgaben.

Was war deine allererste Aufgabe?

Meine erste Aufgabe bestand darin, einen Projektantrag zu erstellen.

Was macht man sonst so den ganzen Tag als Praktikant bei der Kindernothilfe?

Meine Tätigkeiten sind sehr abwechslungsreich. Ich verfasse Projektanträge und Berichte für Paten. Des Weiteren helfe ich bei der Vorbereitung von Vertragsverhandlungen mit Projektträgern aus Asien, indem ich Dokumente sichte, strukturiere und einen mehrjährigen Budgetvergleich erstelle. Ich muss sagen, dass mir einerseits anspruchsvolle Aufgaben zugeteilt werden und meine Arbeit andererseits immer wertgeschätzt wird. Neben diesen Aufgaben nahm ich an der Besprechung zum Modul „Gender“ im Rahmen des Selbsthilfegruppenansatzes teil, sowie an der Weiterbildung „Do No Harm“. Das alles zusammen hat es mir leicht gemacht, mich stets als vollwertiges Teammitglied zu fühlen.

Wie eng ist die Beziehung zu deinen Kollegen?

Ich mag meine Kollegen sehr! Jeder hat für mich ein offenes Ohr und wenn ich Hilfe brauche, bin ich immer willkommen. In den Pausen sitzen wir oft gemeinsam in der Oase – so nennt sich unser Pausenraum – und essen zu Mittag. Dort trifft man auf die Kollegen aus den anderen Referaten und bekommt so die Möglichkeit, sich besser kennen zu lernen.

Was war Dein bisher schönster Praktikumsmoment bei der Kindernothilfe?

Ein besonderes Highlight war die Teilnahme an dem zweitägigen Workshop „Child Protection“. Ich fand den Trainer, der extra für diese Veranstaltung aus den Philippinen eingeflogen ist, einfach super kompetent! Dieser Workshop war sehr gut strukturiert und  hat mir so das Thema Kindesschutz durch verschiedene Übungen nähergebracht.

Wem würdest du dein Praktikum weiter empfehlen und wem nicht?

Ich würde das Praktikum allen Leuten empfehlen, die Interesse an der Entwicklungszusammenarbeit und Kinderrechten haben und erfahren wollen, wie eine NGO funktioniert.

Was hast du in deiner Praktikumszeit bei der Kindernothilfe gelernt?

In erster Linie: Mehr als ich dachte! Und das vom ersten Tag an. Die Organisation legt großen Wert darauf, dass man möglichst viel mitnimmt. So bietet die Kindernothilfe uns Praktikanten zahlreiche Workshops und Vorträge an, bei denen uns Kollegen aus den anderen Abteilungen ihre Tätigkeitsbereiche näher bringen. Durch regelmäßige Meetings bekommt man außerdem immer mit, was in den Ländern, die andere Kollegen bearbeiten,  gerade so los ist. Für mich persönlich ist das Praktikum auch ein Stück Lebenserfahrung.

Wird das Praktikum vergütet?

Das Praktikum wird nicht vergütet. Jedoch erhalte ich einen monatlichen Fahrtkostenzuschuss in Höhe von € 44,-.

Gibt es ein Wiedersehen nach deinem Studium?

Natürlich würde ich mich über ein Wiedersehen mit der Kindernothilfe freuen.

Wie fällt dein Resümee aus? Totaler Reinfall, ziemlich nett oder das goldene Los?

Für mich war die Zeit bei der Kindernothilfe eine wunderbare Erfahrung, für die ich sehr dankbar bin. Ich habe einen Einblick in das Berufsfeld der Entwicklungszusammenarbeit bekommen. Dabei hat mir das dynamische Arbeitsumfeld bei der Kindernothilfe sehr gut gefallen. Probleme werden gemeinsam angegangen und Vorschläge und Anregungen werden ernst genommen. Man wird als Mitarbeiterin bzw. Praktikantin geschätzt und bekommt die Chance zu zeigen, was man kann. Zudem habe ich viel mit meinen Kolleginnen und Kollegen gelacht.

Zu guter Letzt: Was assoziierst du mit dem Begriff „Praktikum“?

Der Begriff „Praktikum“ bedeutet für mich, neben den ganzen Seminaren in der Uni erste praktische Erfahrung zu sammeln, Fachwissen zu erlangen und die Theorie in der Praxis anzuwenden, um einen Einblick in die spätere Berufswelt zu erhalten.

Vielen Dank für das Interview!

>> Mehr Infos und alle aktuellen Praktikumsangebote findest Du auf dem Unternehmensprofil der Kindernothilfe

 

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Über den Autor

Luise Köhler
Luise Köhler

Luise ist ehem. Redakteurin von PRAKTIKUM.INFO und hat sich zu allen Fragen, die Praktikanten vor, während und nach ihrem Praktikum beschäftigen, schlau gemacht.

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