Praktikum bei Maxwell Scott Bags: Erfahrung

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Welcher Bestandteil einer Bewerbung ist aus deiner Sicht überflüssig?

Julia Munder über ihre Erfagrungen im Praktikum Praktikant: Julia Munder
Studium: Englisch und Interkulturelle Kommunikation

Praktikumsstelle: Communications, PR and Marketing
Unternehmen: Maxwell Scott Bags Limited
Branche: E-Commerce
Praktikumszeitraum: Juli bis Dezember 2012
Ort: York, UK

 

Hallo Julia, was assoziierst du mit dem Begriff 'Praktikum'?

Beim Begriff Praktikum denke ich zuerst an das Erwerben von einer Menge nützlicher Berufserfahrung. Im Studium scheint die Praxis oft nicht greifbar, und die späteren Berufsziele sind noch nicht ganz klar definiert. Praktika helfen bei der beruflichen Orientierung, denn bei der Arbeit im Unternehmen wird einem schnell klar, was man sich später beruflich machen möchte - und was nicht.

Wie bist du auf die Praktikumsstelle bei Maxwell Scott aufmerksam geworden?

Ich war am Ende meines Studiums und auf Praktikums-/Jobsuche im Kommunikations- , PR und Marketingbereich. Über die üblichen Job-Seeker-Webseiten bin ich dann auf das Inserat von Maxwell Scott Lederwaren für ein Praktikum in York gestoßen.

Warum wolltest du ein Praktikum bei Maxwell Scott im Bereich Marketing machen?

Maxwell Scott schien sofort interessant, da ich mir schon immer vorstellen konnte, einmal im Ausland und im Modebereich zu arbeiten. Mit meinem Englischstudium schien Großbritannien die perfekte Wahl. Primär entscheidend waren für mich jedoch der Themen- und Aufgabenbereich im Kommunikations-Team sowie die Internationalität des Unternehmens. Aufgabengebiet im Praktikum schien vielseitig und hoch interessant zu sein. Zudem sah ich in einem kleineren Betrieb wie Maxwell Scott Entwicklungs- und Aufstiegschancen.

Wie lief der Bewerbungs- und Auswahlprozess ab?

Ich habe mich zunächst mit einem offiziellen Bewerbungsschreiben und meinem Lebenlauf per E-Mail beworben. Danach folgten zwei kleinere Sprach- und Übersetzungstests sowie ein Interview. Nach den verschiedenen Bewerbungsrunden erhielt ich dann nach einer Woche eine positive Rückmeldung.

Deine ersten Tage als Praktikantin bei Maxwell Scott: kaltes Wasser oder warmer Empfang?

Warmer Empfang. Im Vergleich mit Deutschland scheint die Atmosphäre in Großbritannien herzlicher und weniger formal zu sein. Das machte mir den Einstieg um einiges leichter. Alle Kollegen waren stets sehr hilfsbereit. In Einzelgesprächen wurde der Erwartungshorizont festgelegt und Feedback gegeben. In zahlreichen Teammeetings und Brainstormings wurde ich Schritt für Schritt ins Team integriert, bekam Aufgabengebiete zugeteilt und durfte mir auch selbst neue Herausforderungen und Projekte stellen, die dem Unternehmen und meinem Fachbereich weiterhelfen konnten sich zu entwickeln.

Kannst du dich noch an deine ersten Aufgaben erinnern?

Meine ersten richtigen Aufgaben waren die Übersetzung der Produktbeschreibungen einiger Produkte vom Englischen ins Deutsche und das Zusammenstellen einer Blogger-Outreach-Strategie für den deutschen Markt. Des Weiteren durfte ich mich als Copywriter, Übersetzer versuchen und wurde ins Social Media Team integriert. Ich war Teil bei der Produktion eines Brandvideos und durfte in alle Bereiche des Luxus Lederwarenherstellers schnuppern.

Hand aufs Herz: Musstest du als Praktikantin auch mal Kaffee kochen und kopieren?

Nicht mehr oder weniger als alle anderen Teammitglieder auch. Da wir ein kleines Team von nur zehn Leuten sind, kocht jeder Mal Kaffee, scannt oder kopiert für den anderen.

Frühstück im Bett, gemeinsames Mittagessen oder Feierabendbier: Wie eng ist die Beziehung zu deinen Kollegen?

Sowohl gemeinsames Mittagsessen als auch Feierabendbier. Das Umfeld ist sehr freundlich und kollegial. Das Feedback und die Motivation von Kollegen war ungemein wichtig und sehr hilfreich und konstruktiv. Ein gutes Arbeitsklima fördert auch die Teamarbeit und die ist vor allem im Kommunikationsbereich unerlässlich.

Was war dein schönster Moment in dem Praktikum?

Mein schönster Moment im Praktikum war, als ich einen kleinen Fashion-Ratgeber zum Thema „Welche Aktentasche zu welchem Business-Outfit“ für ein Online-Magazin schreiben durfte, und den Artikel, mein Foto und meinen Namen zum ersten Mal online gesehen habe.

Und der schlimmste Moment?

Im Laufe des Praktikums musste ich mir grundlegende HTML-Kenntnisse aneignen. Am Anfang meiner Lernphase fragte mich eine Kollegin, ob ich einen kleinen Text auf der Webseite ändern könnte. Ich stimmte zu, doch als ich das Ergebnis live auf der Homepage sah, erschrak ich etwas – das ganze Layout war verschoben und Textblöcke waren verschwunden, da ich einen Fehler im HTML-Code gemacht hatte. Für unsere HTML-Spezialisten war das Problem jedoch zum Glück ganz einfach zu beheben.

Wie hoch war das Gehalt als Praktikant bei Maxwell Scott?

585 GBP, das sind umgerechnet etwa 700 Euro.

In der Rückschau, was für Erfahrungen nimmst du aus dem Praktikum bei Maxwell Scott für dich mit?

Das Praktikum war für mich das goldene Los. Da Maxwell Scott ein kleineres Unternehmen ohne starre Firmenhierarchie ist, wurde ich schon zu Beginn meines Praktikums in alle Arbeitsschritte des Kommunikationsteams miteinbezogen, wie ein vollwertiges Teammitglied. Ich bekam von Anfang an verantwortungsvolle Aufgaben zugeteilt und durfte diese mit der nötigen Hilfe und Unterstützung meiner Kollegen weitgehenst alleine erledigen. So konnte ich mir ungemein viel praktisches Wissen und Erfahrung aneignen. Die Auslandserfahrung hat natürlich auch meine Sprachkenntnisse weiter verbessert.

Wie ging es nach dem Praktikum bei Maxwell Scott für Dich weiter?

Ich wurde als Digital Marketing Assistant bei Maxwell Scott übernommen und bin inzwischen Senior International Communications Executive und verantworklich für den Kommunikationsbereich für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Zudem konnte ich neben dem Job bei Maxwell Scott noch ein Masterstudium in International Communications an der Universität Leeds absolvieren.


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