Der Praktikumsbericht

Der Praktikumsbericht
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Absolviert man ein Pflichtpraktikum im Studium, verlangt die Hochschule häufig einen Praktikumsbericht. Was zunächst als lästige Schreibarbeit erscheint, kann sehr hilfreich sein, um das eigene Praktikum zu reflektieren, Erfahrungen und Eindrücke zusammenzufassen und daraus wichtige Schlussfolgerungen für die eigene berufliche Zukunft zu ziehen. Praktikum.info gibt wichtige Tipps, was in einem Praktikumsbericht drin stehen und worauf man beim Schreiben achten sollte.

Wozu ein Praktikumsbericht?

Rein formell dient der Praktikumsbericht an vielen Hochschulen als wichtiges Dokument zur Prüfungszulassung. Er ist damit wichtiger Bestandteil vieler Studienordnungen, die ein Pflichtpraktikum beinhalten. Doch welchen Zweck erfüllt so ein Praktikumsbericht eigentlich?

Zunächst einmal hilft ein Praktikumsbericht, das eigene Praktikum zu reflektieren und heraus zu finden, ob die eigenen Erwartungen an das jeweilige Berufsfeld erfüllt worden. So ist es durchaus hilfreich, die persönliche Zielstellung und die tatsächlich gesammelten Erfahrungen niederzuschreiben und abzugleichen. Eine derartige Gegenüberstellung liefert wichtige Erkenntnisse für die Gestaltung der eigenen beruflichen Zukunft. Zum Beispiel, wenn man feststellt, dass der gewählte Einsatzbereich nicht den eigenen Interessen und Stärken entspricht. Oder aber man hat in dem absolvierten Praktikum seinen ‚Traumjob’ gefunden.
 
Darüber hinaus kann das erworbene Fachwissen vertieft werden, indem man wesentliche Erkenntnisse und erlernte Fertigkeiten mit eigenen Worten schriftlich fixiert.

Was sollte drin stehen im Praktikumsbericht?

Der Praktikumsbericht dient einer ausführlichen Beschreibung der Tätigkeiten und einer draus resultierenden Schlussfolgerung über den Nutzen, den das Praktikum für einen persönlich hatte. Zu diesem Zweck sollte der Bericht inhaltlich logisch aufgebaut sein und folgende Punkte beinhalten:

  • Name und Kontaktdaten des Praktikanten, der Bildungseinrichtung (z.B. Schule/Hochschule) und des Unternehmens
  • die Erwartungshaltung vor dem Praktikum: Warum genau in diesem Bereich? Weshalb wurde das Praktikumsunternehmen gewählt? Was verspricht man sich von dem Praktikum sowohl in fachlicher als auch in persönlicher Hinsicht?
  • Informationen zum Unternehmen (Branche, Größe, Struktur des Unternehmens)
  • Allgemeine Informationen zum eigenen Tätigkeitsbereich im Rahmen des Praktikums (Aufgaben und Tätigkeiten, Arbeitsbedingungen)
  • die Karrierechancen in der jeweiligen Branche und Ausbildungsmöglichkeiten im Unternehmen, evtl. Tagesberichte
  • eigenes Fazit (Erwartungshaltung und Erfahrungen gegenüber stellen, Verbesserungsvorschläge, persönliche Konsequenzen)

Die Ausführlichkeit des Praktikumsberichtes orientiert sich an den Richtlinien der jeweiligen Bildungseinrichtung und der Länge des Praktikums. So müssen beispielsweise Studenten, die ein komplettes Praktikumssemester absolviert haben, ihrem Praktikumsbericht in der Regel keine Tagesberichte hinzufügen.

Formale Eigenschaften

Viele Bildungseinrichtungen bieten Vorlagen für den Praktikumsbericht an. Ist dies nicht der Fall, sollte man sich an den formalen Richtlinien für wissenschaftliche Arbeiten orientieren. Das heißt, man sollte ein Deckblatt mit dem Namen des Dokuments und den wichtigsten Kontaktdaten des Praktikanten, des Unternehmens und der Bildungseinrichtung anfertigen. Ebenso sollte der Bericht eine logische Gliederung enthalten.

Weitere formale Richtlinien für eine übersichtliche Darstellung sind ausreichende Rahmengröße für Anmerkungen der Betreuer, gängige Schriftarten und -größen (Arial oder Times New Roman, Schriftgröße 11 bis 12), abgehobene Überschriften (fett) und ein Zeilenabstand von 1,5 Zeilen.

Praktikumsbericht gut vorbereiten

Ein ausführlicher Praktikumsbericht sollte im Idealfall bereits vor und während des Praktikums vorbereitet werden. So empfiehlt sich, die eigene Erwartungshaltung schon vor Beginn des Praktikums schriftlich festzuhalten, um zu vermeiden, dass die eigenen Erwartungen im Nachhinein an die gemachten Erfahrungen angepasst werden. Ebenso sollte man sich im Verlauf des Praktikums Notizen zu den eigenen Tätigkeiten machen, um diese später besser und detaillierter beschreiben zu können.

Sinnvolle Pflicht

Behält man während des Praktikums den Praktikumsbericht im Hinterkopf und notiert man kontinuierlich wesentliche Erfahrungen, ist das eigentliche Verfassen des Berichtes gar keine so große Hürde mehr. Und letztlich dient der Praktikumsbericht ja nicht nur als bloßes Dokument fürs Prüfungsamt, sondern als persönliches und zukunftsweisendes Resümee über die erste Berufserfahrung.

Über den Autor

Luise Köhler
Luise Köhler

Luise ist ehem. Redakteurin von PRAKTIKUM.INFO und hat sich zu allen Fragen, die Praktikanten vor, während und nach ihrem Praktikum beschäftigen, schlau gemacht.

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