Praktikumsbericht: Dein Business-Tagebuch

Praktikumsbericht: Dein Business-Tagebuch
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Hoffst du, nach deinem Praktikum übernommen zu werden?

Viele kennen es, du vielleicht auch: Auf ein Pflichtpraktikum folgt für gewöhnlich der Praktikumsbericht. Was zunächst als lästige Schreibarbeit erscheint, kann sehr hilfreich sein, um das eigene Praktikum zu reflektieren, Erfahrungen und Eindrücke zusammenzufassen und daraus wichtige Schlussfolgerungen für die eigene berufliche Zukunft zu ziehen. PRAKTIKUM.INFO gibt wichtige Tipps, damit du vor der leeren Seite nicht erstarrst und am Ende einen top Praktikumsbericht abgibst.

Inhalt

  1. Wozu ein Praktikumsbericht?
  2. Wie bereite ich den Praktikumsbericht vor?
  3. Was gehört in einen Praktikumsbericht?
  4. Was für Formalien gelten?

Wozu ein Praktikumsbericht?

Rein formell dient der Praktikumsbericht an vielen Hochschulen und Universitäten als wichtiges Dokument zur Prüfungszulassung. Er ist damit wichtiger Bestandteil vieler Studienordnungen, die ein Pflichtpraktikum beinhalten. Doch welchen Zweck erfüllt so ein Praktikumsbericht eigentlich?

Zunächst einmal hilft dir ein Praktikumsbericht, das eigene Praktikum zu reflektieren. Sprich: Wurden deine Erwartungen an das jeweilige Berufsfeld erfüllt? Was lief gut, was weniger? So ist es durchaus hilfreich, deine persönliche Zielstellung und die tatsächlich gesammelten Erfahrungen niederzuschreiben und abzugleichen. Eine derartige Gegenüberstellung liefert dir wichtige Erkenntnisse für deine berufliche Zukunft. Ja oder nein: Du wirst feststellen, ob der gewählte Einsatzbereich deinen Interessen und Stärken entspricht.

Außerdem vertieft ein Praktikumsbericht das erworbene Fachwissen. Denn die Rekapitulation von Ereignissen, Aufgaben und Problemen schärft dein Gedächtnis und ruft nochmal das Gelernte hervor.

Hast du mit deinem Praktikum einen Volltreffer gelandet, kann dein Praktikumsbericht sogar als Motivation für Absolventen jüngerer Semester dienen. So veröffentlichen viele Hochschulen die Berichte von Studierenden, die ihren Praktikumsbetrieb klar empfehlen können.

Wie bereite ich den Praktikumsbericht vor?

Kein fotografisches Gedächtnis? Dann gilt folgendes: ohne Notizen kein authentischer Praktikumsbericht. Nur wer schon während des Praktikums Ereignisse und Erinnerungen festhält, kann alle Facetten beleuchten und einen wirklichen Einblick in die Praktikumszeit gewähren. Bevor du also mit dem Schreiben loslegst, solltest du im Idealfall auf aussagekräftige Notizen zurückgreifen können. Außerdem empfiehlt sich, die eigene Erwartungshaltung schon vor Beginn des Praktikums schriftlich festzuhalten, um zu vermeiden, dass die Erwartungen im Nachhinein an die gemachten Erfahrungen angepasst werden. Für die täglichen Aufgaben und Tätigkeiten bietet sich eine Art Tagebuch an, das wiederum kurze Tagesberichte enthält. Geschätzter Aufwand: täglich fünf Minuten.

Was gehört in einen Praktikumsbericht?

Jede Hochschule stellt bestimmte Vorgaben und Richtlinien, die den inhaltlichen Aufbau eines Praktikumsberichtes bestimmen. Erstere können sich teilweise unterscheiden, verlangen jedoch in der Regel ein Textdokument – bestehend aus mehreren Teilen:

  • Die Einleitung: Warum absolvierst du ein Praktikum genau in diesem Bereich, bei genau diesem Unternehmen? Was versprichst du dir von dem Praktikum – fachlich wie persönlich? Motivgründe und Erwartungen stehen im Vordergrund.          
  • Das Unternehmensporträt: Hier gehören nicht nur Name und Kontaktdaten des Unternehmens rein. Auch Tätigkeiten, Zielgruppen, Umfeld und der jeweilige Markt spielen eine Rolle bei der Unternehmensbeschreibung. Dadurch sollst du zunächst die inhaltliche Relevanz für dein Studium darlegen. Wichtig: Keine werbende Sprache benutzen, sondern objektiv die Fakten präsentieren. Meistens umfasst das Unternehmensportrait eine halbe Seite.      
  • Der Praktikumsverlauf: Was hast du genau gemacht? Wie sah dein Arbeitsalltag aus und welche Besonderheiten brachten frischen Wind in die Routine? Der Praktikumsverlauf beschreibt detailliert deine Aufgabenbereiche, Projekte, Umstände und Probleme. Auch das kollegiale Verhältnis und das generelle Betriebsklima können hier mit einfließen.        
  • Die kritische Reflexion: In diesem Teil beurteilst du, ob deine Erwartungshaltung vor dem Praktikum erfüllt wurde. Außerdem stellst du deine Erfahrungen kritisch dar und kannst deiner Meinung freien Lauf lassen.        
  • Das Fazit: Verbesserungsvorschläge, persönliche Konsequenzen, Empfehlungen.

Der Umfang des Praktikumsberichtes orientiert sich an den Richtlinien der jeweiligen Bildungseinrichtung und der Länge des Praktikums. So müssen beispielsweise Studenten, die ein komplettes Praxissemester absolviert haben, ihrem Praktikumsbericht in der Regel keine Tagesberichte hinzufügen.

Was für Formalien gelten?

Viele Bildungseinrichtungen bieten Vorlagen für den Praktikumsbericht an. Soll heißen: Schriftgröße, Umfang, Schriftart, Zeilen- und Randabstand sind klar geregelt. Ist dies nicht der Fall, solltest du dich an den formalen Richtlinien für wissenschaftliche Arbeiten orientieren. Dazu gehört ein Deckblatt mit deinem Namen, den wichtigsten Kontaktdaten des Unternehmens und der Bildungseinrichtung.
Ebenso sollte sich der Praktikumsbericht an die wissenschaftlichen Zitierregeln halten und einen entsprechenden Schreibstil aufweisen. Diesen kannst du jedoch bei der kritischen Reflexion durchbrechen und in die Ich-Perspektive wechseln.            

Am Ende lädst du das Ganze fristgerecht als PDF-Datei hoch oder gibst es bei den Verantwortlichen in gedruckter Form ab. Doch denk immer daran: Der Praktikumsbericht dient nicht als bloßes Dokument fürs Prüfungsamt, sondern vor allem als persönliches und zukunftsweisendes Resümee der ersten Berufserfahrung.

 

Über den Autor

Jana Teuber
Jana Teuber

Als Content Managerin für PRAKTIKUM.INFO ist die studierte Germanistin sowohl mit der Praktikantenlandschaft in Deutschland als auch mit Karrierethemen bestens vertraut.

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