Schülerpraktika – Praxiserfahrung und Berufsorientierung

Schülerpraktika – Praxiserfahrung und Berufsorientierung
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Durch ein Schülerpraktikum können Schüler in die Arbeitswelt hineinschnuppern und erste Praxiserfahrung sammeln. Das hilft bei der späteren Berufswahl nach dem Schulabschluss. Praktikum.info stellt unterschiedliche Arten von Schülerpraktika vor und zeigt, wie und wo Schüler das richtige Praktikum für sich finden.

Schülerpraktikum: Wichtige Einblicke in die Arbeitswelt

Bei einem Schülerpraktikum verlassen die Schüler der Klassen 8 bis 11 ihre vertraute Schulumgebung und werden für wenige Wochen in einem Betrieb tätig. Es geht dabei nicht allein um die aktive Mitarbeit, sondern auch um das Kennenlernen eines Unternehmens. Dadurch bekommt man als Schüler einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeitswelt.

Neben einem Einblick in die Arbeitswelt im Allgemeinen und in die Arbeitsabläufe im Speziellen leisten Schülerpraktika einen wichtigen Beitrag zur Berufsorientierung. Wenn ein Schüler schon frühzeitig berufliche Vorstellungen hat, kann er im Zuge eines Schülerpraktikums erfahren, ob der Job auch wirklich seinen Vorstellungen entspricht und er den jeweiligen Bereich weiterhin für seine berufliche Zukunft in Betracht zieht. Doch auch wenn dem Schüler die Tätigkeit nicht gefällt, weiß er – dank des Schülerpraktikums – immerhin, welchen Weg er nicht einschlagen möchte. Auch das ist eine große Hilfe im Hinblick auf die Planung des eigenen beruflichen Werdegangs.

Schülerpraktika werden in der Regel nicht vergütet. Es geht nämlich in erster Linie um die Einblicke in die Berufswelt und das Sammeln von praktischen Erfahrungen. Diese erhöhen die Chancen auf einen raschen Berufseinstieg nach dem Schulabschluss deutlich. Praxiserfahrung ist daher langfristig wesentlich wichtiger und wertvoller als der kurzfristige Nutzen einer Bezahlung.

Vier verschiedene Arten von Schülerpraktika

Es gibt vier verschiedene Arten von Schülerpraktika: das berufsorientierte Schülerpraktikum, das freiwillige Ferienpraktikum, ein Fachpraktikum sowie Praxistage.

Berufsorientierte Schülerpraktika dauern in der Regel zwei bis drei Wochen und finden in der regulären Schulzeit statt. Die Schülerpraktikanten arbeiten in diesem relativ kurzen Zeitraum an einfachen, aber typischen Aufgaben mit. Es dürfen jedoch nur Arbeiten sein, die Gesundheit und Sicherheit keinesfalls gefährden. Darum ist zeitweise sogar nur zuschauen angesagt.

Bei einem freiwilligen Ferienpraktikum können Schüler in einem selbstgewählten Unternehmen mitarbeiten und dort hineinschnuppern. Es handelt sich nicht um einen Ferienjob, sondern eben um ein Praktikum. Daher sind solche Praktika normalerweise unbezahlt. Dafür bekommt der Praktikant aber zumeist die Möglichkeit, an anspruchsvolleren Tätigkeiten als in berufsorientierten Schülerpraktika zu arbeiten. Für das Sammeln von Praxiserfahrungen ist ein Ferienpraktikum daher deutlich besser geeignet.

In einigen Bildungsgängen müssen die Schüler Fachpraktika absolvieren. Diese können Tage, Wochen oder Monate dauern. Ziel des Fachpraktikums ist es, die fachliche Kompetenz der Schüler zu stärken und Kontakte zu potentiellen Arbeitgebern zu knüpfen. Auch diese Praktika werden in der Regel nicht vergütet.

Schüler von Haupt- und Sonderschulen gehen für mindestens ein Schuljahr einen Praxistag pro Woche in ein Unternehmen und arbeiten dort mit. Über solche regelmäßigen Praxistage sollen Schüler, die für den Eintritt in den regulären Arbeitsmarkt relativ schwierige Voraussetzungen haben, an die Arbeitswelt herangeführt werden und Kontakte zu einem Unternehmen aufbauen. Im Idealfall bietet das Unternehmen dem Schüler nach dem Schulabschluss eine Lehrestelle an.

Das richtige Schülerpraktikum finden

Im eigenen Interesse sollte man sich gut überlegen, in welchem Bereich man ein Schülerpraktikum absolvieren möchte und nicht aus Bequemlichkeit das Erstbeste nehmen. Damit würde man eine große Chance für seine spätere Berufswahl vertun. Wer noch keine klaren Vorstellungen hat, sollte vor Ort bei der Arbeitsagentur oder im Internet einen Berufseignungstest machen. Das hilft einem dabei, ein Berufsfeld zu finden, das zu den persönlichen Stärken und Interessen passt.

Wenn man selbst keine passende Praktikumsstelle für ein Schülerpraktikum findet, hilft oft die Schule bei der Suche. Sie steht häufig mit regionalen Arbeitgebern in Kontakt und kann dort vermitteln. Auch Praktikum.info bietet Schülerpraktika an. Suche in den Stellenangeboten nach interessanten Praktika in deiner Nähe. Du kannst auch selbst Gesuche eingeben. Mit etwas Glück melden sich die Unternehmen dann bei dir und du findest dein maßgeschneidertes Schülerpraktikum.

Über den Autor

Lukas große Klönne
Lukas große Klönne

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