Erster Tag im Praktikum | Verhaltenstipps

Erster Tag im Praktikum | Verhaltenstipps
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Erster Tag im Praktikum: Erfolgreich durchstarten

Business Look oder eher lässig? Siezen oder duzen? Fragen stellen oder proaktiv loslegen? Der erste Tag im neuen Praktikum ist immer sehr aufregend, schließlich lernst du nicht nur haufenweise neue Menschen kennen, sondern willst natürlich auch gleich einen positiven und souveränen Eindruck hinterlassen. PRAKTIKUM.INFO verrät dir, wie du stilsicher auftrittst, dir all die Namen merken kannst und in der Vorstellungsrunde glänzen kannst. Mit diesen Tipps bist du schnell ins Team integriert.

Inhalt

  1. Das Who-is-Who: Kollegen checken
  2. Dresscode: Kleider machen Praktis
  3. Der Weg: Wissen wohin
  4. Ticktack: Timing ist alles
  5. Shake hands: Unternehmensführung
  6. Fettnäpfchen: Siezen oder duzen
  7. Hallo zusammen: Die Begrüßungs-E-Mail
  8. Nun stell dich mal kurz vor: Die Ansprache vor den Kollegen
  9. Kuchen & Co.: Dein Einstand
  10. Wer, wie, was: Erst googeln, dann fragen
  11. Arbeitsalltag: Ungeschriebene Gesetze
  12. Have a break: Mittagspause
  13. Endlich: Feierabend
  14. Dos & Don'ts in der Übersicht

Vor dem ersten Tag

Das Who-is-Who: Kollegen checken

Viele Firmen haben auf ihrer Homepage eine Teamseite, auf der die Mitarbeiter mit Bildern, Namen und Positionen vorgestellt werden. Schau dir hier an, wer deine künftigen Kollegen sind, wer der Chef und wer der Azubi ist. So fällt es dir nicht nur leichter, dir die Namen zu merken, du kannst auch peinlichen Faux-pas aus dem Weg gehen.

Sollte es keine Karriere-Website mit Mitarbeiterbildern geben, kannst du auch über Karriere-Netzwerke wie XING oder LinkedIn einen Blick auf deine zukünftigen Kollegen werfen.

Dresscode: Kleider machen Praktis

Dein erster Tag als Praktikant – da kommst du natürlich im Anzug oder im Kostüm. In Banken, großen Konzernen oder wo du viel mit Kunden zu tun hast, ist das zwar meist eine sichere Wahl, doch wenn du dich fernab dieses Umfeldes bewegst, passt Businesskleidung nicht immer zur Firmenkultur.

Idealerweise fragst du deshalb bereits im Vorstellungsgespräch, welcher Dresscode arbeitstauglich ist. Lautet die Antwort, dass es keine Regeln gibt, bedeutet das natürlich nicht gleich, dass du in Jogginghose und Badelatschen kommen kannst. Wähle ein Outfit, in dem du dich wohlfühlst und das zur Branche wie auch dem Unternehmen passt. Schau dir beim Rundgang durch die Firma an, wie deine künftigen Kollegen gekleidet sind, so kannst du dich gut auf deinen ersten Tag einstellen.

Dabei solltest du darauf achten, dass deine Kleidung sauber und nicht kaputt ist: Löcher im Shirt oder schmutzige Schuhe lassen dich gleich ungepflegt und schludrig erscheinen.

Der Weg: Wissen wohin

Falls du nicht bereits zum Vorstellungsgespräch dort warst, weil ihr euch zum Beispiel per Skype kennengelernt habt, solltest du dir unbedingt ansehen, wo genau dein Unternehmen ist. Suche also die Adresse und bei größeren Firmen auch Stockwerk und Abteilung genau raus. So sparst du an deinem ersten Tag wertvolle Minuten, wenn es darum geht, an deinen Arbeitsplatz zu kommen.

Am ersten Tag

Ticktack: Timing ist alles

Am ersten Tag im Praktikum zu spät zu kommen, macht nicht nur einen verdammt schlechten Eindruck, sondern verursacht auch unnötigen Stress. Stelle dir für morgens sicherheitshalber zwei Wecker und bringe vorab in Erfahrung, wie viel Zeit du für den Weg zur Arbeit brauchst. Plane dann noch 15 Minuten als Puffer ein, vor allem, wenn du nicht ortskundig bist.

Shake hands: Unternehmensführung

In der Firma angekommen, wirst du in der Regel erst einmal durchs Unternehmen geführt und deinen neuen Kollegen vorgestellt. Wenn du von Schreibtisch zu Schreibtisch läufst, genügt ein kurzer Händedruck und ein kurzes „Hallo, ich bin Maxi Musterfrau und mache ab heute ein x-monatiges Praktikum in der Abteilung so-und-so.“ Für ein intensiveres Kennenlernen eignen sich dann die kommenden Mittagspausen bzw. auch ein Feierabendbier mit den anderen Praktis.

Profi-Tipp: Du musst dir X neue Namen und Gesichter merken, die anderen nur eines – wie unfair. Der Profi-Trick lautet hier: Wiederhole bei der Vorstellung deines Gegenübers dessen Namen, während du ihm die Hand gibst. So verknüpft dein Gehirn schneller den neuen Namen mit dem neuen Gesicht.

Fettnäpfchen: Siezen oder duzen

Auch das ist natürlich wieder branchenabhängig: Im hippen Start-up duzt man sich eher als im traditionellen Konzern. Aber anhand der Vorstellungsrunde kannst du häufig ausmachen, ob sich geduzt oder gesiezt wird. Bist du unsicher, solltest du im Zweifel immer lieber siezen. Stellt sich dir aber jemand nur mit seinem Vornamen vor, kannst du davon ausgehen, dass es auch ok ist, ihn zu duzen.

Die Strategie lautet also: Abwarten und schauen, wie sich die anderen verhalten. Aber nicht gleich losduzen, nur weil sich deine neuen Kollegen scheinbar vertraut sind. Achte drauf, wie man sich dir vorstellt und wenn dir das Du angeboten wird, nimm es ruhig an – wer dann weitersiezt, wirkt nämlich wiederum unhöflich.

Hallo zusammen: Begrüßungs-E-Mail

Im Laufe des ersten Tages bietet es sich außerdem an, eine kurze Begrüßungsmail an alle Kollegen aus der eigenen Abteilung zu schreiben. In manchen Unternehmen erfolgt diese nach einem speziellen Muster und es sollen bspw. bestimmte Fragen beantwortet werden. Sollte dem so sein, erfährst du aber im Onboarding davon.

Meist gibt es E-Mail-Verteiler wie bspw. marketing@unternehmen.de, sodass du nicht jeden einzeln aus deiner neuen Abteilung anschreiben musst, sondern mit einem Mal gleich alle erreichst.

Stelle dich in der E-Mail kurz vor und beantworte folgende Fragen:

  • Wo kommst du her?
  • Was und wo studierst du?
  • Wie lange geht dein Praktikum?
  • In welcher Abteilung wirst du tätig?

Außerdem solltest du noch kurz erwähnen, dass du dich auf dein Praktikum und die Zusammenarbeit mit den Kollegen freust. Bitte auch gleich darum, dass sich deine Kollegen mit dir vernetzen und gib dein Xing- oder LinkedIn-Profil mit an. Schließlich ist ein Praktikum auch dazu da, Kontakte zu knüpfen und ein berufliches Netzwerk aufzubauen. Beachte dabei, schon vorher in deinem Business-Profil anzugeben, dass du jetzt bei dem Unternehmen als Praktikant beschäftigst bist.

„Nun stell’ dich mal kurz vor“: Die Ansprache vor den Kollegen

In vielen Unternehmen ist es üblich, dass neue Praktikanten bzw. Mitarbeiter am ersten Tag vom Vorgesetzten vor dem Kollegenkreis begrüßt werden und dann die Gelegenheit bekommen, sich kurz selbst vorzustellen. Wenn du hier lediglich deinen Namen nennst und sagst, in welcher Abteilung du zukünftig dein Praktikum absolvieren wirst, vergeudest du eine große Chance. So solltest du die Gelegenheit nutzen und circa eine Minute frei über dich und deinen bisherigen Werdegang sprechen.

Hier ein paar Anregungen, was bei der Kurzvorstellung erwähnenswert ist:

  • Name, Alter und Herkunft
  • Studium und Werdegang
  • wie du zu der jetzigen Firma gekommen bist
  • eine kurze Anekdote oder ein außergewöhnliches Hobby
  • die mitgebrachten Delikatessen
  • eine Vorab-Entschuldigung, falls es mit den vielen neuen Namen nicht auf Anhieb klappt
  • die Freude über die künftige Zusammenarbeit mit den Kollegen

So eine kurze Rede macht Eindruck und bleibt in Erinnerung. Zudem können sich die Kollegen ein besseres Bild von dem oder der Neuen machen.

Übrigens: Auch wenn du dich bereits vor der Gruppe vorstellt hast, solltest du anschließend noch eine Rundmail mit deinen Business-Daten zu LinkedIn und/oder Xing verschicken.

Kuchen & Co.: Dein Einstand

Grundsätzlich erwartet natürlich niemand von dir, dass du deine neuen Kollegen auf ein üppiges Champagner-Frühstück einlädst, aber ein paar Süßigkeiten oder ein selbstgemachter Kuchen fallen auch in dein Budget und sind eine nette Geste, um den ersten Tag zu starten und mit dem ein oder anderen Kollegen in Kontakt zu kommen.

Solltest du von außerhalb sein, kannst du vielleicht eine regionale Spezialität aus deiner Heimat mitbringen – so hast du gleich das erste Small-Talk-Thema.

Die Weichen für später legen

Am ersten Tag im Praktikum Zettel und Stift mit sich zu führen, um sich die wichtigsten Dinge zu notieren, macht sich immer gut. Es zeigt, dass du organisiert und aufmerksam bist – außerdem bekommst du am ersten Tag häufig sehr viele Informationen und so stellst du sicher, dass nichts verloren geht.

Wer, wie, was: Erst googeln, dann fragen

Wenn du nicht weißt, was du machen sollst oder wenn du bei einer Aufgabe nicht weiterkommst, dann habe keine Scheu, zu fragen. Das zeugt von Interesse und Engagement. Du solltest aber nicht bei jeder Kleinigkeit bei den Kollegen auf der Matte stehen. Angeblich soll es ja keine dummen Fragen geben, aber der ein oder andere Kollege mag das eventuell anders sehen.

Firmen- und jobspezifische Dinge musst du natürlich erfragen, aber viele Dinge lassen sich auch fix googeln. Schmeiß also erst die Suchmaschine an, bevor du fragst, wie man einen Screenshot am Mac erstellt oder die E-Mail-Signatur ändert, ansonsten läufst du Gefahr, unbeholfen zu wirken.

Arbeitsalltag: Ungeschriebene Gesetze

Bei vielen Dingen merkst du erst im Laufe der Zeit, wie sie im Arbeitsalltag des Unternehmens geregelt sind. Manchmal steht es auch in der Onboarding-Mappe, damit du von Anfang an Bescheid weißt.

Typische Alltagsfragen:

  • Wie läuft das mit den Kaffee- und Raucherpausen?
  • Ist gelegentliches privates Surfen oder E-Mails checken erlaubt?
  • Unterhalten sich die Kollegen vor allem über die Arbeit oder auch über andere Dinge?

Selbst wenn alle anderen mit Kopfhörer Musik hören oder am Platz essen und trinken, frag erst, ob es Ok ist, wenn du das auch machst. So gehst du auf Nummer sicher, dir das Einleben im neuen Kollegenkreis nicht durch falsches Verhalten zu erschweren und nicht gleich zu Beginn negativ aufzufallen.

Have a break: Mittagspause

Als Neuling wirst du vermutlich von den Kollegen gefragt, ob du sie mittags zum Essen begleiten möchtest. Solltest du nicht gefragt werden, habe keine Scheu, die Kollegen zu fragen, ob du dich ihnen anschließen kannst. Mittags kannst du dich künftig auch gut mit den anderen Praktikanten zusammentun. Essen gehen ist zwar nichts für Sparfüchse, aber eine gute Investition in die Karriere. So kannst du beim gemeinsamen Essen die Kollegen auch privat näher kennenlernen.

Etwas Smalltalk, Offenheit, ein gewisses Maß an Neugierde verbunden mit ehrlichem Interesse sind die perfekten Zutaten für einen gelungenen Lunch. Sich hingegen abzukapseln und die Pausen alleine zu verbringen, noch dazu am ersten Tag, wirkt ziemlich distanziert.

Endlich: Feierabend

Wenn der Feierabend naht, solltest du nicht schon eine halbe Stunde vorher nervös auf dem Stuhl herumruckeln und dann als einziger um Punkt 17 Uhr aus dem Büro stürmen. Orientiere dich stattdessen daran, wann die anderen gehen.
Bevor du gehst, solltest du auf jeden Fall um Erlaubnis fragen und deine Hilfe anbieten, wenn etwas noch dringend erledigt werden muss. So hinterlässt du am Ende deines ersten Tages im Praktikum einen positiven Eindruck.

Du suchst ein Praktikum oder überlegst zu wechseln? Hier findest du alle aktuellen Praktikantenjobs und Werkstudentenjobs.

Dos & Don’ts in der Übersicht

Do 

  • Künftige Kollegen via Unternehmens-Website oder Karriere-Netzwerke ansehen
  • Vorab fragen, welche Arbeitskleidung/welcher Dresscode herrscht
  • Adresse, Stockwerk, Abteilung in Erfahrung bringen
  • Zwei Wecker stellen und 15 Minuten Puffer einplanen
  • Neuen Kollegen die Hand geben
  • Bergüßungsmail schreiben
  • Vorstellung deiner Person vorbereiten
  • Einen kleinen Einstand geben
  • Notizen machen
  • Erst googeln, dann fragen
  • Typischen Arbeitsalltag beobachten
  • Mittagspause mit den Kollegen verbringen

Don’t

  • In schmutziger oder kaputter Kleidung erscheinen
  • Zu spät kommen
  • Zu wenig über deinen bisherigen Werdegang berichten
  • Wichtige Dinge nicht notieren
  • Undurchdachte Fragen stellen
  • Privat surfen und Mails checken
  • Einfach in die Raucherpause verschwinden
  • Dich gleich in der Mittagspause absetzen
  • Ohne Abmelden in den Feierabend verschwinden

Über den Autor

Jana Teuber
Jana Teuber

Als Content Managerin für PRAKTIKUM.INFO ist die studierte Germanistin sowohl mit der Praktikantenlandschaft in Deutschland als auch mit Karrierethemen bestens vertraut.

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