Urlaubsanspruch im Praktikum

Auch als Praktikant hat man Urlaubsanspruch – allerdings nur unter bestimmten Bedingungen. Praktikum.info verrät, wann dir im Praktikum Urlaub zusteht.

Urlaub im Praktikum

 

Urlaubsanspruch bei freiwilligen Praktika

Möchte man im Praktikum Urlaub nehmen, so ist das möglich, insofern man ein freiwilliges Praktikum absolviert. Als ‚freiwillig’ gelten Praktika, wenn sie nicht im Schulrecht oder der Prüfungsordnung deiner Hochschule vorgeschrieben sind. Die Begründung: Bei einem freiwilligen Praktikum steht der Erwerb praktischer Berufskenntnisse im Vordergrund und somit gilt der Praktikant als Arbeitnehmer.

Folglich hast du, laut Bundesurlaubsgesetz, im freiwilligen Praktikum Urlaubsanspruch auf mindestens 24 Tage pro Jahr. Erstreckt sich das Praktikum über einen kürzeren Zeitraum, stehen dir pro Monat 2 Tage Urlaub zu. Das gilt allerdings nur, wenn die Dauer deines Praktikums mindestens einen Monat beträgt. Des Weiteren kann der Urlaubsanspruch erlöschen, wenn lediglich passive Betriebsbesuche erfolgen, bei denen der Praktikant nicht in den Arbeitsprozess eingebunden wird und somit keinen wirtschaftlich verwertbaren Beitrag zum Betriebsergebnis leistet.

Kein Urlaub im Pflichtpraktikum

Handelt es sich bei deinem Praktikum um ein Pflichtpraktikum, welches beispielsweise in deiner Studienordnung festgeschrieben ist, hast du leider keinen Anspruch auf Urlaub. Das liegt darin begründet, dass das Praktikum als Bestandteil des Studiums gilt und daher das Studium als vordergründig erachtet wird. Doch obwohl in diesem Fall rechtlich kein Arbeitsverhältnis vorliegt, kannst du versuchen, Urlaubstage auszuhandeln. Gleiches gilt für eine angemessene Vergütung.

Jugendliche: Urlaub im Praktikum Pflicht

Praktikanten, die noch nicht volljährig sind, haben in jedem Fall Urlaubsanspruch im Praktikum. In diesem Fall greift das Jugendarbeitsschutzgesetz, welches besagt, dass Arbeitgeber Jugendlichen für jedes Jahr einen bezahlten Erholungsurlaub gewähren müssen.

Lies auch: Gehalt im Praktikum.

geschrieben von Luise Köhler am 04.01.2012

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