Muster & Vorlagen für deine Praktikumsbewerbung.

Muster & Vorlagen für deine Praktikumsbewerbung.
Auf ganzer Linie überzeugen, dabei authentisch bleiben und eine gute Mischung aus Fachwissen und Soft Skills vorweisen – leichter gesagt als getan, wenn es um die Bewerbung für ein Praktikum geht. Damit du die Chance auf einen gelungenen Praxisstart nicht verspielst, solltest du diese No-Gos und Fehler vermeiden und die Experten-Tipps der PRAKTIKUM.INFO-Redaktion befolgen!
  1. Vorlagen und Muster.

    Als Inspiration für deine Bewerbung findest du hier Bewerbungsmuster, die du individuell anpassen und kostenlos downloaden kannst. Diese können dir helfen, deine Unterlagen in ein gängiges Format zu bringen und Fettnäpfchen zu vermeiden. Achte aber unbedingt darauf, die Inhalte persönlich zu füllen und nicht einfach Bausteine zu übernehmen.

    Wichtig ist hier auch, dass du nicht einfach die bunteste und auffälligste Vorlage auswählst, sondern das Design auf die Branche und das Unternehmen abstimmst: Bewirbst du dich für das alteingesessene Traditionsunternehmen, den wegweisenden Technologiekonzern oder das hippe Startup? Hier findest du Muster für jede Branche und jeden Typ – ob BWLer, Geisteswissenschaftler oder Ingenieur.

  2. Das Deckblatt.

    Ähnlich wie bei einem Buch auch, lohnt es sich, deine Bewerbung mit einer Art Deckblatt zu versehen. Das ist kein Muss, kann aber einen guten Eindruck machen und der Übersichtlichkeit dienen. Hier nennst du die genaue Position, auf die du dich bewirbst, platzierst dein Bewerbungsfoto und führst folgende Kontaktdaten auf:

    • Name

    • Adresse

    • Telefonnummer

    • E-Mail-Adresse

    Auch Anhänge bzw. Anlagen kannst du hier listen. So sieht der Personaler gleich zu Beginn, welche Bestandteile deine Bewerbung enthält.

    Fehler Nr. 1: Überflüssige Angaben.

    Das Deckblatt sollte sich auf die wesentlichen Angaben beschränken, um dem Personaler einen schnellen Überblick zu geben. Weitere Angaben lassen das Deckblatt schnell überfüllt und unübersichtlich wirken.

    Checke die notwendigen Angaben auf Copy-Paste-Fehler, damit dir im Fall von Mehrfachbewerbungen keine peinlichen Ausrutscher passieren.

    Fehler Nr. 2: Unprofessionelle Bewerbungsfotos.

    Selfies oder Urlaubsfotos haben in einer Bewerbung für ein Praktikum nichts zu suchen. Angebracht ist ein sympathisches Passbild, das entweder auf dem Deckblatt oder im Lebenslauf platziert ist.

    Bewerbungsfotos müssen gar nicht teuer sein – viele professionelle Fotografen bieten Passbilder ab zehn Euro an.

    Fehler Nr. 3: Grell & extravagant.

    Das Deckblatt ist das erste, was der Personaler sieht. Deswegen sollte es ansprechend, übersichtlich und professionell aussehen. Schwer lesbare Schriften und grelle Farben sind da eher unangebracht. Denn je konservativer die Branche, desto höher die Chance, dass ein knallbuntes Deckblatt das Aus in der ersten Runde für dich bedeutet.

    Letztendlich bestimmt die jeweilige Praktikumsstelle, wie kreativ oder ausgefallen dein Deckblatt sein darf. Mit einem dezenten und schlichten Design kannst du nichts verkehrt machen.

  3. Das Anschreiben.

    Im Anschreiben, auch Motivationsschreiben genannt, formulierst du deine Motivation, deine Soft Skills und dein Fachwissen. Bewerber sollten daher in der Praktikumsbewerbung immer einen Zusammenhang herstellen zwischen sich und dem Unternehmen, erklären, warum sie sich genau für dieses Praktikum bewerben und ihre Begeisterung ausdrücken für ihre künftigen Aufgaben. Individualität ist also gefragt und Copy-Paste komplett außen vor. Dabei sollte das Anschreiben nicht länger als eine DIN-A4 Seite und absolut fehlerfrei sein!

    Fehler Nr. 1: Unpersönliche Anrede.

    Hier lauert bereits das erste No-Go: Keine persönliche Ansprache. Wer seine Bewerbung für ein Praktikum mit einem korrekten, aber unpersönlichen „Sehr geehrte Damen und Herren“ beginnt, hat meist schon verloren. Denn er läuft Gefahr, entlarvt zu werden, dass er nach dem Copy-Paste-Prinzip arbeitet und sich nicht die Mühe macht, nachzuschauen, wer verantwortlich für Praktikumsbewerbungen ist.  Und wenn eine Bewerbung niemanden direkt anspricht, kann es schnell passieren, dass sie ungelesen in einem E-Mail-Postfach verstaubt.

    Nenne unbedingt den richtigen Ansprechpartner. Kannst du diesen online nicht herausfinden, rufe bei dem Unternehmen an. So wissen die Verantwortlichen auch gleich, dass du es wirklich ernst meinst.

    Fehler Nr. 2: Einfallsloser Einleitungssatz.

    Wer im Anschreiben mit einem müden „Hiermit bewerbe ich mich“ einsteigt, wird kaum im Gedächtnis bleiben. Dass du dich mit einer Praktikumsbewerbung bewerben willst, ist nun mal keine neue Information.

    Steige direkt ins Thema ein und mache deine Skills deutlich. Hier bieten sich zum Beispiel Fragesätze an: „Sie suchen einen Teamplayer, der innovative Ideen, Durchsetzungsvermögen und viel Know-how als Ingenieur mitbringt?“. Oder du gehst gleich auf das Unternehmen ein und erklärst, wieso es dir aufgefallen ist.

    Fehler Nr. 3: Schlechte Rechtschreibung und Grammatik.

    Sichere Rechtschreibung und Grammatik sind eine Grundvoraussetzung. Ist das Bewerbungsschreiben voller Flüchtigkeitsfehler, erweckt das den Eindruck, dass du dir keine Mühe gegeben hast und ungenau arbeitest. Eine Ausnahme: Bist du kein Muttersprachler und das Praktikum erfordert nicht zwingend perfekte Sprachkenntnisse, zeigt deine Bewerbung in einer fremden Sprache, dass du motiviert bist, deine Sprachkenntnisse für das Praktikum weiterzuentwickeln.

    Lass deine Bewerbung in jedem Fall von jemandem mit sehr guten Rechtschreib- und Grammatikkenntnissen Korrektur lesen. So vermeidest du peinliche Flüchtigkeitsfehler.

  4. Der Lebenslauf.

    Der zweite wichtige Teil der Bewerbung ums Praktikum ist der Lebenslauf. Dieser sollte dem Personaler einen Überblick über deine Person, deinen Werdegang und deine bisher gesammelten Erfahrungen geben – auch hier ist Vorsicht geboten.

    Fehler Nr. 1: Keine Erklärung für Lücken im Lebenslauf.

    Lücken sind nur dann Lücken, wenn du sie nicht erklären kannst! Wenn der Verdacht aufkommt, dass du einfach mal ein Jahr lang nichts gemacht hast, wird das beim Empfänger der Praktikumsbewerbung für wenig Begeisterung sorgen.

    Hast du die freie Zeit genutzt, um eine Sprache zu lernen oder dich in einer Theatergruppe auszutoben, sind das plausible Gründe für eine Lücke. Auch wenn du nach dem Studium eine Auszeit gebraucht hast und zum Beispiel auf Reisen warst, solltest du das im Lebenslauf aufnehmen, zum Beispiel unter dem Punkt „Auslandsaufenthalte“.

    Fehler Nr. 2: Exorbitanter Umfang.

    Deine Bewerbung für das Praktikum soll den Personaler zwar beeindrucken, aber der Lebenslauf sollte nicht zu überladen sein. Wichtig ist es, eine gute Struktur zu schaffen und den Lebenslauf auf maximal zwei übersichtliche Seiten zu beschränken.

    Zeitlich lückenlos muss er sein, bei allen anderen Dingen, die den Rahmen sprengen, solltest du dir überlegen, was wirklich für die Praktikumsbewerbung relevant ist. Ein chaotischer Lebenslauf ist ein klares No-Go und schreckt schnell ab. Hier solltest du chronologisch zurückgehen – also kann vielleicht die Grundschule rausfliegen, da diese keine Relevanz in dem Kontext hat.

    Fehler Nr. 3: Erstunken und erlogen.

    Auch wenn du Angst hast, dass die Bewerbung für dein Praktikum aufgrund fehlender Vorkenntnisse aussortiert wird: Ein absolutes No-Go wäre es, zu lügen! Spätestens im persönlichen Gespräch merkt ein geübter Personaler, wenn eine Mogelpackung vor ihm sitzt. Abgesehen davon weißt du nie, welche Beziehungen der Empfänger deiner Praktikumsbewerbung hat – ein schneller Anruf bei deinem angeblichen letzten Arbeitgeber und schon hast du die Chance auf einen Praktikumsplatz vertan.

    Gehe in der Bewerbung gezielt auf deine Stärken und Soft Skills ein. Nenne deine Nebenjobs, Reisen und dein Engagement in der Freizeit zum Beispiel in Vereinen. Auf diese Weise kann sich der Personaler ein Bild von deiner Persönlichkeit machen und einen Eindruck gewinnen, ob du neben deinen theoretischen Grundkenntnissen auch menschlich zum Unternehmen passt.