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Praktika im Homeoffice

Praktikum Maschinenbau

Was ist ein Praktikum Maschinenbau?

Der Maschinenbau ist eine Ingenieurwissenschaft, die sich hauptsächlich mit der Konstruktion und Produktion von Maschinen beschäftigt.

Eine Ausbildung zum/zur Maschinenbauer/in gibt es nicht, wenn du eine Ausbildung in dem Bereich machen willst, hast du z. B. die Option einer Ausbildung zum/zur Industriemechaniker/in oder eine Ausbildung zum/zur Konstruktionsmechaniker/in. Willst du aber konkret Maschinenbauingenieur/in werden, musst du Maschinenbau studieren.

Damit du praktische Erfahrungen sammeln kannst, ist ein Praktikum im Maschinenbau meist fester Bestandteil eines Maschinenbaustudiums. Es dient dazu, erste Einblicke in den Berufsalltag eines Maschinenbauingenieurs zu ergattern. Denn im Studium wird hauptsächlich Theorie unterrichtet, als Praktikant:in* hast du die Möglichkeit Praxiserfahrungen zu sammeln und den Inhalt der Theorie praktisch anzuwenden.

Das Vorpraktikum

Du kommst frisch aus dem Abitur und bist auf der Suche nach einem Studium im Maschinenbau? Dann ist oft das Einzige, was dich und deine Bewerbung vom Studium trennt, das Vorpraktikum. Vor allem in technischen Studiengängen wie Maschinenbau ist ein Vorpraktikum oft eine Voraussetzung für die Immatrikulation in das Studium. Wenn das Vorpraktikum für dich verpflichtend ist, hast du sogar BAföG-Anspruch.

Das Vorpraktikum dient primär dazu, dir einen ersten Einblick in dein gewähltes Studium und Berufsfeld zu gewähren. Das Vorpraktikum ist auch da, damit du schauen kannst, ob dir der Job als Maschinenbauingenieur/in überhaupt liegt. Vielleicht merkst du dadurch z. B., dass du gar nicht Maschinenbau studieren möchtest, sondern lieber einen Job als Software-Ingenieur haben willst. Oder, dass du gar kein Studium, sondern eine Ausbildung machen möchtest.

Du willst also wissen, wie der Berufsalltag im Job Maschinenbau aussieht? Antworten darauf gibt dir ein Praktikum.

Hier findest du alle Praktika im Maschinenbau.

Praktikum in der Prüfungsordnung

Mit dem Vorpraktikum sind deine Pflichtpraktika aber längst noch nicht alle absolviert. Wie schon erwähnt, ist das Praktikum für viele Studiengänge im Bereich Maschinenbau Pflicht. Das heißt: Du musst ein Praktikum, das mit Maschinenbau zu tun hat, erfolgreich absolvieren, um dein Studium abschließen zu können.

Da deine Jobaussichten mit einem Masterabschluss in der Tasche noch steigen, bedeutet das meistens auch mindestens zwei Pflichtpraktika – eines im Bachelor und eines im Master. Informationen dazu, wie du einen Praktikumsplatz findest und wie dein Anschreiben und deine Bewerbung aussehen solltest, findest du in unseren Karrieretipps und weiter unten in diesem Artikel.

Welche Aufgaben habe ich im Praktikum Maschinenbau?

Egal, ob Vorpraktikum oder Pflichtpraktikum im Studium, der Inhalt des Praktikums wird relativ ähnlich ausfallen. Der Berufsalltag als Maschinenbauingenieur/in findet hauptsächlich außerhalb des Büros statt. Vor allem, wenn du im Bereich der Montage arbeitest, wirst du viel mit Händen und Füßen im Einsatz sein. Allerdings gibt es auch Aufgaben im IT-Bereich, die von Maschinenbauingenieur/innen getätigt werden können, zum Beispiel:

  • CAD/CAM,
  • Systemanalyse
  • und Prozessablaufoptimierung.

Ob du nun in deinem Praktikum U-Stahl feilst, Gussteile nach einem Muster bearbeitest oder die Belastbarkeit eines Tragflügel elektronisch berechnest, hängt vollkommen von deinem gewählten Unternehmen ab. Achte deshalb vor der Bewerbung immer auf das Leistungsspektrum des jeweiligen Unternehmens.

Groß- oder Kleinbetrieb: Wo kann ich das Praktikum machen?

Natürlich sieht ein Praktikum bei Mercedes-Benz, DB oder Würth auf deinem Lebenslauf besonders beeindruckend aus, aber auch eine Bewerbung in einem kleinen Unternehmen kann sich für deine Karriere lohnen. Wir haben dir hier eine kurze Übersicht der jeweiligen Vorteile der beiden Betriebsarten erstellt.

GROSSBETRIEB KLEINES UNTERNEHMEN
Der Betrieb hat meist mehrere Standorte. Du kannst dich also flexibel auf einen Standort in der Nähe bewerben. Ein kleines Unternehmen bietet eine intime Arbeitsatmosphäre. Dies bedeutet, dass du wahrscheinlich sehr engen Kontakt zu deinem Betreuer für Fragen und Anliegen haben wirst.
Ein Großbetrieb hat schon viel Erfahrung mit Praktikanten, du kannst dich auf reibungslose Prozesse freuen. Durch den engen Kontakt mit Kollegen und Betreuern kannst du vielleicht schon bei komplizierteren Prozessen zur Hand gehen.
Ein Praktikum bei einem weltbekannten, großen Unternehmen ist eine tolle Möglichkeit, einen Fuß in die Tür zu kriegen und ein Netzwerk für später aufzubauen. Du hast problemlos Zeit, während deines Praktikums in alle Abteilungen zu schnuppern, da die Anzahl davon kleiner ist.
Die größten Standorte sind vor allem im Süden Deutschlands angesiedelt, perfekt für dich also, wenn du z. B. am Karlsruher Institut für Technologie (KIT), der TU München (TUM) oder an der Universität Stuttgart studierst. Vor allem im Nordosten Deutschlands sind primär kleinere Betriebe angesiedelt, was für Studierende der TU Berlin, der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) oder der TU Hamburg (TUHH) ideal ist.
Dank der vielen Mitarbeiter und Abteilungen kannst du wertvolle Einblicke in verschiedenste Prozesse gewinnen und es wird immer jemanden geben, der deine Fragen beantworten kann.

Du fragst dich nun wahrscheinlich auch, wo du denn nun einen Praktikumsplatz bekommen kannst? Hier findest du viele tolle Unternehmen, die aktuell Praktikumsplätze anbieten.

Finde Praktika im Bereich Ingenieurwesen & Technik in deiner Nähe:

    Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen?

    Da es sich beim Praktikum im Bereich Maschinenbau höchstwahrscheinlich entweder um ein Pflichtpraktikum oder ein Vorpraktikum handelt, gibt es je nach Praktikumsart verschiedene Voraussetzungen.

    Ein Pflichtpraktikum gibt vor, dass du in einem relevanten Studiengang wie Ingenieurwesen oder Maschinenbau eingeschrieben bist. Meist gibt es außerdem eine Mindestanzahl an Semestern, die du schon abgeschlossen haben solltest, damit du die theoretischen Grundlagen besitzt, die du dann in der Praxis anwenden kannst.

    Bei einem Vorpraktikum hast du wahrscheinlich dein Abitur und suchst nach ersten praktischen Erfahrungen, weshalb die Anforderungen relativ niedrig sind. Wir haben dir hier eine kleine Checkliste erstellt, damit du weißt, was du trotzdem mitbringen und in deinem Anschreiben auf jeden Fall erwähnen solltest.

    Check
    Interesse und gute Kenntnisse in Mathematik, Physik und Chemie.
    Erste Vertiefungen im Bereich Mechanik, insbesondere Interesse in der technischen Mechanik.
    Einen sicheren Umgang mit gängigen physikalischen Gesetzen, Theoremen und mathematischen Sätzen.
    IT-Kenntnisse. Im Idealfall hast du schonmal mit CAD-Software oder anderen Entwicklungsprogrammen gearbeitet.
    Analytisches, abstraktes und räumliches Denkvermögen.

    Bewerbung

    Bevor du deine Bewerbung erstellst, musst du dir erstmal ein paar Unternehmen heraussuchen, die als Arbeitgeber für dich infrage kämen. Wenn du ein paar passende Unternehmen gefunden hast, dann geht es an die Bewerbung. Deine Bewerbung sollte, wie jede andere Bewerbung für einen Job auch, professionell aussehen und vollständig sein. Sprich: Du musst eine Bewerbung mit Bewerbungsschreiben, Anschreiben, Deckblatt und vollständigem Lebenslauf erstellen. Vorlagen und Muster zum Bewerbungsschreiben und Tipps, wie du dein Anschreiben und deine Bewerbung erstellen solltest, findest du hier:

    Bewerberguide für den Berufseinstieg

    Da du wahrscheinlich bis jetzt gar keine oder nur sehr wenige professionelle Erfahrungen gesammelt hast, solltest du das Anschreiben vor allem dazu nutzen, dem Unternehmen zu schildern, warum du dich ausgerechnet für diese Firma interessierst. Wird z. B. ein bestimmtes Verfahren oder Muster genutzt, das dich interessiert? Oder werden Materialien verarbeitet, mit denen du schon immer arbeiten wolltest? Erwähne es in deinem Anschreiben.

    Nachdem du deine Bewerbung samt Lebenslauf und Anschreiben abgeschickt hast, erhältst du hoffentlich eine Einladung zum Vorstellungsgespräch. Auch zum Vorstellungsgespräch findest du in unseren Karriere-Tipps Informationen, die dir weiterhelfen, falls du Fragen hast. Am allerwichtigsten ist aber, dass du dich ausführlich auf das Vorstellungsgespräch vorbereitest.

    Wichtig!

    Kümmere dich darum, dass du deine Bewerbungen samt Lebenslauf und Anschreiben rechtzeitig abschickst. Vor allem bei großen und bekannten Betrieben bewerben sich oft mehrere Personen für nur einen Platz. Wer seine Bewerbung dann zu spät abgibt, wird oft nicht mehr berücksichtigt.

    Wird mein Praktikum vergütet?

    Im Bereich Maschinenbau ist die durchschnittliche Vergütung für ein Praktikum mit 1.032 Euro zwar monatlich besonders hoch. Aber freue dich nicht zu früh.

    Denn es ist generell sehr schwierig, das Gehalt für Praktika fest vorherzusagen. Seit 2015 gilt in Deutschland ein flächendeckender gesetzlicher Mindestlohn, der mittlerweile 9,50 Euro die Stunde beträgt. Dieser gilt für alle getätigte Arbeit, also auch für Praktika, aber es gibt einige Ausnahmen. Ist das Praktikum z. B. ein Pflichtpraktikum oder kürzer als 3 Monate, dann hast du Pech gehabt, denn diese Praktikumsarten müssen nicht vergütet werden. Das heißt, wenn dein Praktikum in der Prüfungsordnung festgelegt ist, dann ist es deinem Arbeitgeber überlassen, ob er für dein Praktikum zahlt.

    Die meisten Arbeitgeber sind zum Glück sozial gestimmt und werden dich für dein Praktikum trotzdem vergüten, damit du einen positiven Eindruck vom Unternehmen gewinnst.

    ! TIPP

    Informiere dich am besten im Vorhinein, ob dein Unternehmen der Wahl vergütete Praktika anbietet oder nicht, bevor du deinen Lebenslauf mit deiner Bewerbung losschickst.

    Warum lohnt sich ein Maschinenbau-Praktikum?

    Ein Praktikum im Bereich Maschinenbau kann sich für dich – wenn du es nicht sowieso verpflichtend absolvieren musst – richtig lohnen.

    Berufliche Orientierung

    Das Praktikum im Bereich Maschinenbau ist vor allem dafür da, dass du schauen kannst, worauf du dich später in deinem Job spezialisieren willst. Nach deinem Studium musst du nicht zwingend Maschinenbauingenieur/in werden, auch viele andere Jobs unter dem Oberbegriff „Ingenieur/in“ stehen dir offen. Joboptionen als Ingenieur/in sind breitgefächert und beinhaltet viele verschiedene Berufsfelder.

    Deswegen solltest du das Praktikum hauptsächlich dazu nutzen, in verschiedene Jobs reinzuschnuppern. So weißt du dann, in welche Felder du dich im Studium vertiefen solltest, um deiner Wunschkarriere nachzugehen.

    Input für deinen Lebenslauf

    Zudem ist es wahrscheinlich auch die einzige praktische Erfahrung (außer du ergatterst eine relevante Werkstudentenstelle), die du während des Studiums sammeln kannst. Vor allem bei späteren Bewerbungen um umkämpfte Stellen mit vielen Bewerbern, kann ein Praktikum in deinem Lebenslauf den entscheidenden Vorteil gegenüber anderen geben und dir den Job sichern.

    Karriere im Maschinenbauwesen

    Egal, ob es um die Sicherheit des Jobs oder um das Gehalt geht – im Maschinenbau sind die Aussichten mehr als rosig.

    Sichere Jobperspektiven

    Der Maschinenbau ist mit mehr als einer Million Arbeitnehmern und einem Jahresumsatz von 203.495 Millionen Euro der größte Industriezweig in Deutschland. Wie im gesamten Ingenieurwesen stehen die Berufschancen auch im Maschinenbauwesen sehr gut für dich. Laut Bundesagentur für Arbeit liegt die Arbeitslosenquote für Arbeitnehmer in der Maschinen- und Fahrzeugtechnik auf extrem niedrigem Niveau. Es herrscht Vollbeschäftigung. Auch die Nachfrage blieb im vergangenen Jahrzehnt stabil. Somit ist eine Karriere im Maschinenbau eine sehr gute Wahl.

    Branche Mitarbeiterzahl Umsatz in Mio. Euro
    Maschinenbau 1.019.096 203.495
    Elektroindustrie 871.585 181.881
    Straßenfahrzeugbau 817.031 380.431

    Da ein Job im Maschinenbau zudem sehr breitgefächert ist und eine Vielzahl an Möglichkeiten vereint, hast du sehr gute Chancen auf einen zukunftssicheren Job.

    Gehalt als Maschinenbauingenieur/in

    In deiner Karriere als Maschinenbauingenieur/in verdienst du zwar nicht ganz so viel wie ein/e Top-bezahlte/r Vertriebsingenieur/in, aber bei einem durchschnittlichen Jahresgehalt von knapp 60.000 Euro kannst du auch nicht klagen.

    Du kannst vor allem dann überdurchschnittlich viel verdienen, wenn du einen Job bei einer großen Automotiv- oder Zulieferfirma hast, zum Beispiel Voith. Du bist in Deutschland sehr im Vorteil, da fast alle nennenswerte Firmen ihren Sitz hier haben. Vor allem im Süden verdienen Maschinenbauingenieur/innen in ihren Jobs besonders viel. Spitzenreiter ist die Stadt Stuttgart, dort verdienst du in deiner Karriere als Ingenieur/in ein durchschnittliches Jahresgehalt von 69.259 Euro.

    Job Jahresgehalt in €
    Vertriebsingenieur/in 70.252
    Versuchsingenieur/in 61.351
    Prozessingenieur/in 60.204
    Wirtschaftsingenieur/in 59.450
    Test-Ingenieur/in 59.371
    Projektingenieur/in 59.232
    Maschinenbauingenieur/in 58.604
    Produktentwickler/in 57.252
    CAD-Konstrukteur/in 47.195
    Hier findest du 33 Maschinenbau Jobs.