So sieht der Praktikumsmarkt in Deutschland aus.

So sieht der Praktikumsmarkt in Deutschland aus.
Was ist Praktikanten wichtig und wie verändert sich der Arbeitsmarkt für Praktika? Antwort auf diese Fragen gibt jedes Jahr der Tag der Praktikanten in Berlin. Auf der größten Konferenz rund um das Thema Praktikum treffen sich führende Personaler und diskutieren aktuelle Themen im Praktikantenmarkt. Erfahre hier, was anderen Bewerbern für ihr Praktikum wichtig ist, wie das durchschnittliche Praktikum 2017 aussieht und welche 7 Faktoren ein gutes Praktikum auszeichnen.

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  1. Das ist Praktikanten im Praktikum wichtig.

    In Deutschland steigt die Zahl der Hochschulabsolventen an und damit für Unternehmen die Anzahl an potenziellen Praktikanten. Immer mehr Studiengänge integrieren zusätzlich Praxiserfahrung im Rahmen des Studiums – sogenannte Pflichtpraktika – und Studenten sind bereit, ihr Studium zu verlängern, um praktische Erfahrungen zu sammeln. Damit steigen die Erwartungen an Praktika, zumal diese auch von den Unternehmen eine Aufwertung erfahren haben. „Ich bin überzeugt, dass ich in dem Unternehmen viel lernen kann“ – wird als der wichtigste Grund genannt, ein Praktikum zu absolvieren. Die Lernmöglichkeiten, die ein Unternehmen bietet, werden als eine wichtige Ressource für die weitere Karriere angesehen. Viele Praktikanten möchten von den praktischen Erfahrungen anschließend profitieren – sei es um theoretisch erworbenes Wissen anzuwenden oder persönliche Weiterentwicklung zu erleben. Dafür erwarten sie im Praktikum abwechslungsreiche Aufgaben sowie Eigenverantwortung zu übernehmen.

    Diese praktischen Erfahrungen werden gezielt für die Karriere bzw. den Lebenslauf genutzt, was der zweite Anreiz für ein Praktikum ist. Praktikanten wählen oftmals ein Unternehmen dessen Name „sich gut im Lebenslauf macht“. Impliziert werden damit die Möglichkeiten, die sich nach dem Praktikum und nach dem Abschluss ergeben, da alle Einstiegpositionen erste Praxiserfahrungen voraussetzen. Prestigeträchtige Unternehmen können damit oftmals ein Türöffner zum Vorstellungsgespräch sein und für die weitere Karriereentwicklung und das Netzwerk einen guten Start ermöglichen. Nicht immer bieten sie jedoch auch die besten Praktika, die als sehr zufriedenstellend bewertet werden. Neben der Karriereentwicklung spielt auch die Branche eine wesentliche Rolle bei der Wahl eines Praktikums. So wollen Praktikanten als dritten Grund für ein Praktikum vor allem eine Branche kennenlernen. Gerade Absolventen breitgefächerter Studiengänge wie BWL oder Wirtschaftswissenschaften haben nach ihrem Abschluss die Möglichkeit, in den unterschiedlichsten Branchen tätig zu werden. Durch ein Praktikum erhoffen sich die Studierenden, eine bestimmte Branche besser kennenzulernen und dadurch eine Orientierung für ihr Studium bzw. ihre weitere Karriere zu erhalten. Macht mir das Arbeiten in der Versicherungswirtschaft Spaß oder möchte ich mein Finanzwissen doch lieber in der Unternehmensberatung anwenden? Praktika sollen damit nicht nur Aufschluss über die späteren Möglichkeiten geben, sondern auch zur persönlichen Orientierung dienen.

  2. So sieht das durchschnittliche Praktikum in Deutschland aus.

    So sieht das durchschnittliche Praktikum in Deutschland aus.

    Insgesamt ergibt sich folgendes Bild für die Praktikalandschaft in Deutschland.

  3. Der Tag der Praktikanten als Leitveranstaltung.

    Der Tag der Praktikanten ist die Leitkonferenz zum Thema Praktikum. Diese wird seit 2012 von ABSOLVENTA und CLEVIS Consult in Berlin in wechselnden Locations – so schon im Axel-Springer-Haus, im Telefónica BASECAMP oder im Atrium von Microsoft Berlin – veranstaltet. Jährlich im Februar treffen sich Personaler aus ganz Deutschland und tauschen sich zu aktuellen Themen aus dem Praktikantenumfeld aus. Vorträge von namhaften HR-Experten und Recruitern sowie Podiumsdiskussionen runden die Veranstaltung ab. So ging es beispielsweise in der Vergangenheit um den beidseitigen Nutzen von Praktika für Praktikanten und Unternehmen. Auch die Einführung des Mindestlohnes und die damit verbundenen Konsequenzen für die Praktikumslandschaft wurden auf dem Tag der Praktikanten bereits diskutiert. Unter der Thematik „Die Einführung des Mindestlohnes – Auswirkungen auf die Praktikumslandschaft in Deutschland“ sprach sogar Bundesarbeitsministerin Andrea Nahles 2015 auf der Konferenz. Weitere Themen aus den Vorjahren waren zum Beispiel „Refugees Welcome – Sind deutsche Unternehmen bereit für die Integration von ausländischen Talenten?“ oder die Qualität von Praktika.

    Außerdem wird auf dem Event jedes Jahr die Ergebnisse des CLEVIS Praktikantenspiegel vorgestellt und auf Basis dessen Unternehmen ausgezeichnet, die sich als „Top-Arbeitgeber“ für Praktikanten hervortun.

  4. Der Praktikantenspiegel gibt ein Stimmungsbild wieder.

    In Kooperation mit ABSOLVENTA erhebt die HR-Unternehmensberatung CLEVIS Consult seit 2012 jedes Jahr den CLEVIS Praktikantenspiegel. Bei dieser großangelegten Studie werden ehemalige sowie aktuelle Praktikanten zu ihren Erfahrungen im Praktikum sowie über Unternehmen befragt. Mehr als 40.000 Praktikanten haben bisher ihre Meinung zur Arbeitgeberqualität und dem Markenimage verschiedener Unternehmen abgegeben. Mit jährlich rund 5.000 bewerteten Praktika ist der CLEVIS Praktikantenspiegel damit Deutschlands größte Praktikantenstudie und vermittelt ein repräsentatives Bild über die Zufriedenheit und Anforderungen des Praktikantenmarktes.

    Auf Basis der Umfrageergebnisse werden außerdem jedes Jahr die Unternehmen ausgezeichnet, die in ihrer Kategorie besonders gut abschnitten. Diese erhalten eine Auszeichnung für ihre besonderen Leistungen für kommende Nachwuchskräfte.

  5. 7 Tipps: Das zeichnet ein gutes Praktikum aus.

    1. Du erhältst im Vorfeld ein genaues Bild. Im Vorstellungsgespräch wird dir erklärt, in welchem Team oder in welcher Abteilung du tätig sein wirst und was deine Aufgaben sein werden.

    2. Du wirst eingelernt. Du wirst dem Team oder der Abteilung vorgestellt und hast deinen eigenen Arbeitsplatz. Außerdem hast du einen Ansprechpartner, der dich begleitet und auf den du bei Problemen und Fragen zugehen kannst.

    3. Du lernst verschiedene Aufgabenbereiche kennen. Je nachdem, wie lange dein Praktikum dauert, erhältst du die Möglichkeit, bei unterschiedlichen Aufgaben zu helfen. Dadurch erhältst du Einblicke in die verschiedenen Tätigkeiten im deinem Team oder der Abteilung.

    4. Du hast eigenverantwortliche Projekte. Gerade, wenn du mehr als drei Monate Praktikant in einem Unternehmen bist, solltest du nach der Einarbeitungsphase erste kleinere Projekte erhalten. Diese gehen über das gelernte Wissen hinaus und ermöglichen dir, dich in Absprachen, Zeitmanagement und ersten Projekterfahrungen zu schulen.

    5. Du erhältst ausführliches Feedback. Nach der Hälfte deines Praktikums sowie am Ende führst du ein Feedback-Gespräch mit dem Teamleiter oder deinem Praktikums-Verantwortlichen. In diesem werden deine Fortschritte dokumentiert sowie weitere Entwicklungen vereinbart.

    6. Du erhältst ein Praktikumszeugnis. Nach deinem Praktikum hast du Anspruch auf ein schriftliches Zeugnis. Neben den Inhalten deines Praktikums sollte dieses auch eine Beurteilung deiner Persönlichkeit enthalten.

    7. Du bleibst in Kontakt. Im Idealfall erhältst du nach einem beidseitig erfolgreichen Praktikum eine weitere Anstellung – Werkstudentenstelle, Trainee-Programm oder Festanstellung – im Unternehmen. Bist du noch nicht mit deinem Studium fertig oder gibt es aktuell keine freien Vakanzen, bleibt das Unternehmen weiterhin mit dir in Kontakt.