Mindestlohn im Praktikum.

Mindestlohn im Praktikum.

Dass es einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland gibt, hast du sicher mitbekommen. Mit dem neuen Gesetz bekommt seit dem 1. Juli 2021 jeder in Deutschland eine Vergütung von mind. 9,60 Euro pro Stunde für seine Arbeit. Auch Praktikanten fallen unter den gesetzlichen Mindestlohn. Haken jedoch: nicht alle. Deswegen erfährst du auf Absolventa, wann für dein Praktikum der Mindestlohn zählt.

Mindestlohn im Praktikum.

Dass es einen gesetzlichen Mindestlohn in Deutschland gibt, hast du sicher mitbekommen. Mit dem neuen Gesetz bekommt seit dem 1. Juli 2021 jeder in Deutschland eine Vergütung von mind. 9,60 Euro pro Stunde für seine Arbeit. Auch Praktikanten fallen unter den gesetzlichen Mindestlohn. Haken jedoch: nicht alle. Deswegen erfährst du auf Absolventa, wann für dein Praktikum der Mindestlohn zählt.

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Fakten zum Mindestlohn.

  • Ab 2015 muss in Deutschland ein Mindestlohn gezahlt werden. Seit Juli 2021 beträgt dieser 9,60 Euro pro Stunde.
  • Durch den Mindestlohn will das Bundesministerium für Arbeit und Soziales verhindern, dass jemand trotz eines Vollzeit-Jobs nicht von seinem Einkommen leben kann.
  • Bei einer 40-Stunden-Woche kommen Arbeitnehmer_innen* so auf ein monatliches Brutto-Gehalt von mehr als 1.500 Euro.
  • Auch Praktikanten haben Anspruch auf den Mindestlohn. Er wird aber nicht in jedem Praktikum bezahlt. Den festgelegten Stundenlohn gibt es nur unter bestimmten Voraussetzungen.

Erst einmal gilt der gesetzliche Mindestlohn für alle Arbeitnehmer über 18 Jahre. Bei Langzeitarbeitslosen kann in den ersten sechs Monaten vom Mindestlohn abgewichen werden. Aber natürlich gibt es auch Ausnahmen.

Wer erhält Mindestlohn?

Du erhältst keinen Mindestlohn, wenn du ...

  • du ehrenamtlich tätig bist.
  • du einen freiwilligen Dienst ableistest.
  • an einer Maßnahme der Arbeitsförderung teilnimmst.
  • nach dem Heimarbeitergesetz tätig bist.
  • selbstständig bist.
  • dich in einer Ausbildung nach dem Berufsbildungsgesetz befindest. Hier bekommst du aber eine sogenannte Mindestausbildungsvergütung.

Mindestlohn und Praktikum.

Ob du in deinem Praktikum eine Vergütung nach dem Mindestlohn erhältst, hängt von verschiedenen Kriterien ab. Diese sind:

  • Du bist mindestens 18 Jahre alt: Der Mindestlohn gilt nur für Erwachsene. Minderjährige haben nur dann Anspruch auf den Mindestlohn, wenn sie über eine abgeschlossene Berufsausbildung verfügen. Somit soll verhindert werden, dass ein Praktikant aufgrund des vergleichsweise hohen Lohns auf eine Berufsausbildung verzichtet. Kurzfristig wäre das zwar finanziell von Vorteil, langfristig aber nachteilig, da man mit einer abgeschlossenen Berufsausbildung langfristig bessere Chancen am Arbeitsmarkt hat sowie bessere und höhere Verdienstmöglichkeiten.

  • Das Praktikum dauert länger als 3 Monate: Der Mindestlohn wird nur dann fällig, wenn das Praktikum länger als drei Monate dauert. Damit wird berücksichtigt, dass ein Praktikant i.d.R. nicht sofort einen Beitrag zum wirtschaftlichen Erfolg des Unternehmens leistet. Zuerst ist eine Einarbeitung nötig, die das Unternehmen Zeit und Geld kostet.

  • Es handelt sich um ein freiwilliges Praktikum: Handelt es sich um Orientierungspraktikum oder ein ausbildungs- bzw. studienbegleitendes Praktikum, das länger als drei Monate dauert, ist es ab dem ersten Tag der Beschäftigung mit dem Mindestlohn zu vergüten. Wenn das Praktikum nach drei Monaten verlängert wird, ist sich die Rechtsliteratur nicht einig, ob der Mindestlohn auch rückwirkend greift oder erst ab dem ersten Tag in der Verlängerung. Hier ist es sinnvoll, die Mindestlohn-Hotline zurate zu ziehen. Hast du dagegen ein freiwilliges Praktikum, dass nur drei Monate dauert, muss dein Unternehmen nicht den Mindestlohn bezahlen.

  • Bei Pflichtpraktika hast du keinen Anspruch auf Mindestlohn: Handelt es sich um ein Pflichtpraktikum, das von Schule, Ausbildungseinrichtung oder Hochschule vorgeschrieben ist, haben die Praktikanten keinen Anspruch auf den Mindestlohn. Dasselbe gilt für ein Praktikum im Rahmen einer Berufsausbildungsvorbereitung oder in einer betrieblichen Einstiegsqualifizierung. Keine Anwendung auf Praktika findet das Mindestlohngesetz ebenfalls im Rahmen einer Einstiegsqualifizierung nach dem SGB III und Maßnahmen einer Berufsausbildungsvorbereitung nach dem Berufsbildungsgesetz.

  • Bestimmte Ausnahmeregelungen: Für einige wenige Branchen, Regionen und Personenkreise gibt es in der Übergangsphase zeitlich befristete Ausnahmeregelungen. Zum Beispiel haben Langzeitarbeitslose erst nach sechs Monaten Anspruch auf den Mindestlohn – unabhängig davon, ob es sich um ein Praktikum oder einen festen Job handelt.

Ansonsten sind keine Ausnahmen möglich. Der Mindestlohn ist zwingend. Praktikanten und andere Arbeitnehmer können nicht auf den Mindestlohn verzichten und sich freiwillig mit einer geringeren Vergütung zufriedengeben.

Ob bei deinem Praktikum der Mindestlohn greift, kannst du auch anhand dieser Info-Grafik rausfinden:

Infografik Mindestlohn

Gehaltsanspruch steht im Arbeitsvertrag.

Wer sich unsicher ist, ob er im Praktikum Anspruch auf den Mindestlohn hat, sollte im Vorstellungsgespräch nachfragen. Ansonsten hilft ein Blick in den Arbeitsvertrag (bevor man ihn unterschreibt). Im Praktikumsvertrag muss neben den Ausbildungszielen, dem Beginn und der Dauer des Praktikums, der täglichen Arbeitszeit und dem Urlaubsanspruch auch das Praktikumsgehalt schriftlich festgehalten werden.

Gehalt ist nicht alles.

Klar, irgendwie musst du deinen Lebensunterhalt finanzieren, aber dein Praktikum absolvierst du ja nicht mit dem Ziel, damit reich zu werden. Einige Unternehmen, die ihren Praktikanten nichts oder nur wenig Gehalt zahlen können, bieten vielleicht auch anderweitige Benefits an: Zum Beispiel wirst du in Form von Weiterbildungen, Coachings oder Mentoring unterstützt.

Insights aus dem Praktikantenspiegel: Gehalt im Praktikum.

Wer wie viel Gehalt im Praktikum erhält und wie wichtig den Praktikanten eine Vergütung ist, zeigt der CLEVIS Future Talents Report 2019. Hier wurden 7.664 Praktika von 47 Prozent weiblichen und 53 Prozent männlichen Teilnehmern, die durchschnittlich 25 Jahren alt waren und damit der Generation Y angehören, bewertet. Die meisten Praktikanten der Studie befinden sich zum Zeitpunkt der Befragung im BWL-Studium. Bewertet wurden 315 Unternehmen, der Großteil aus der Konsum- und Gebrauchsgüterbranche. Zentrale Erkenntnisse waren:

  • Das durchschnittliches Monatsgehalt von Praktikanten in Konzernen beträgt 1.351,23 Euro.

  • Das durchschnittliches Monatsgehalt von Praktikanten in kleinen und mittelständischen Unternehmen beträgt 1.122,15 Euro.

  • Der durchschnittliche Verdienst ist im Vergleich zum Vorjahr um 70 Euro gesunken.

  • 91 Prozent aller Praktikanten bekommen eine Vergütung.

  • Innerhalb von Deutschland existiert beim Praktikantengehalt ein deutliches Ost-West-Gefälle mit Ausnahme von Berlin. Die Städte Hamburg, Bremen, Baden-Württemberg, Berlin und Bayern sind aufgrund ihrer Wirtschaftskraft als Bundesland weit vorn.

Einen Überblick über die Bezahlung von Praktika in verschiedenen Branchen erhältst du hier:

BRANCHE DURCHSCHNITTLICHE VERGÜTUNG
Banken, Finanzen & Versicherungen 1.240 Euro
Baugewerbe 996 Euro
Bildung & Training 983 Euro
Chemie 1.066 Euro
Elektrotechnik, Feinmechanik & Optik 1032 Euro
Energie, Bau- & Rohstoffe 809 Euro
Fahrzeugbau & -zulieferer 911 Euro
Fahrzeugtechnik 1.000 Euro
Forschung & Wissenschaft 1.003 Euro
Gesundheit & Pharma 1.109 Euro
IT, Internet & Telekommunikation 905 Euro
Konsum- & Gebrauchsgüter 1.233 Euro
Marketing 692 Euro
Maschinen- & Anlagenbau 1032 Euro
Medien 692 Euro
Personal 836 Euro
Transport & Logistik 1689 Euro
Unternehmensberatung & Wirtschaftsprüfung 1.420 Euro

So geht’s: Der Weg zum passenden Praktikum.

Wir geben dir Tipps an die Hand, wie du deine ersten Praxiserfahrungen zum Erfolg werden lässt, und nennen dir konkrete Unternehmen, die Praktikumsplätze zu verschiedenen Konditionen anbieten.

Praxistipp 1: Nicht den Kopf in den Sand stecken!

Mach dir bewusst, dass es deine Ausbildung ist, bei der du dir nicht vom Mindestlohngesetz reinreden lassen solltest. Sieht dein Studium zum Beispiel kein Praktikum vor und findest du auch kein Unternehmen, das Langzeitpraktika anbietet, gib dich nicht dem Gedanken hin, dass „drei Monate sowieso nichts bringen“. Im Gegenteil: Versuche es als Ansporn zu nehmen, in der kurzen Zeit so viel wie möglich zu lernen. Das nützt nicht nur dir selbst, sondern zeigt auch deinem Arbeitgeber, dass du eine wichtige Kraft im Unternehmen bist – und wie heißt es so schön: Man sieht sich immer zweimal im Leben!

Praxistipp 2: Gezielt nach Unternehmen suchen, die den Mindestlohn zahlen!

Während Daimler, BASF, Linde oder Nestlé den Mindestlohn an Praktikanten zahlen, setzen Lufthansa oder Henkel auf Pflicht- und Kurzzeitpraktikanten. Auf der Suche nach einem mit Mindestlohn vergüteten Praktikum lohnt es sich auch, sich initiativ zu bewerben.

In der Automobilbranche beispielsweise stehen die Chancen gut, dass du ein Praktikum findest, bei dem du den Mindestlohn bekommst, zum Beispiel außer bei Daimler auch bei Rolls-Royce oder BWM. Doch nicht nur wer eine Affinität zu Motoren hat, wird fündig. Nestlé bietet regelmäßig Praktika an, zum Beispiel im Marketing oder in der Produktentwicklung. Und der Wirtschaftsprüfungs-Experte PwC ist in Sachen Praktika zum Mindestlohn ganz vorne mit dabei: Hier kannst du dich zum Beispiel im Bereich Business Development oder im Consulting bewerben.

Praxistipp 3: Nicht vor kurzen Praktika in Start-ups zurückschrecken!

Die Frage ist doch: Lernkurve vs. Cash. Ein Praktikum bei einem Start-up bedeutet anpacken und schnell Verantwortung zu übernehmen

Maria Spilka, Mitbegründerin des Online-Marktplatzes Mädchenflohmarkt, auf gruenderszene.de: 'Das sagen Startups zum Mindestlohn für Praktikanten', 04.07.2014

Zwar sind nur wenige Firmen bereit, den Mindestlohn uneingeschränkt zu zahlen. Das heißt aber lediglich, dass du dich auf einen kürzeren Zeitraum einstellen musst. Wenn es finanziell möglich ist, solltest du dir die Chance nicht entgehen lassen, bei einem Start-up ein Praktikum zu absolvieren. Durch flache Hierarchien kann man davon ausgehen, dass die Lernkurve steil ist und schon früh Verantwortung übertragen wird; anders als in vielen Großunternehmen, in denen die Mühlen langsamer mahlen. Dazu ein junges dynamisches Team und viel Raum für innovative Ideen – eine Erfahrung, die dich auch in kurzer Zeit viel weiterbringen kann.

Hier findest du eine Auswahl an Start-ups, die Praktika in deutschen Großstädten für drei Monate anbieten:

  • Bei windeln.de in München werden regelmäßig Praktikanten aus den unterschiedlichsten Bereichen gesucht, zum Beispiel im Marketing, Einkauf oder E-Commerce.

  • Werde Teil des Netzes von Flixbus: Die beliebte Busgesellschaft stellt regelmäßig in München und Berlin ein, zum Beispiel im Bereich PR, im Controlling oder im Online Marketing.

  • Bei Dormando in Frankfurt am Main, einem Online Shop für Matratzen und sonstigen Bettwaren, kannst du in der Online Redaktion, im Bereich SEO oder im Webdesign aufgeweckt deine Skills unter Beweis stellen.

  • Dein Herz schlägt für Fashion und Streetwear? Dann passt du gut ins Team von brand-store.de in der Rheinmetropole Köln: Hier kannst du zum Beispiel im Bereich E-Commerce oder im Online Marketing durchstarten.

Auswirkungen des Mindestlohns auf das Praktikumsangebot.

Nach mehreren Jahren Mindestlohn lassen sich deutliche Ergebnisse ablesen. Laut einer aktuellen Studie macht der Mindestlohn grundsätzlich zufriedener: Die Wertschätzung durch Vorgesetzte sei gestiegen und das Betriebsklima habe sich verbessert, so die Ergebnisse des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts. Die höheren Lohnkosten konnten scheinbar durch eine steigende Produktivität ausgeglichen werden. So weit, so gut – aber wie sieht es speziell bei den Praktikanten aus?

Insgesamt sind um die 50.000 Praktikantenstellen weggefallen. Dabei gibt jedes sechste Unternehmen zu, dass der Mindestlohn der Grund für die Stellenkürzung war. Das betrifft vor allem große Unternehmen, die hauptsächlich längere Praktika anbieten – kleine und mittelständische Unternehmen hingegen haben die Zahl an kurzen, nicht mindestlohnpflichtigen Praktika sowie Pflichtpraktika aufrechterhalten können. Dennoch ist durch den Mindestlohn das durchschnittliche Praktikantengehalt signifikant gestiegen.

Die Herausforderung der Zukunft wird sein, die Dauer und damit auch die Qualität der Praktika nicht vom Lohn abhängig zu machen – denn bei kurzen Praktika unter drei Monaten kann logischerweise nicht so viel gelernt und Verantwortung übernommen werden wie bei sechs Monaten in einem Unternehmen.

Es bleibt abzuwarten, wie sich der Mindestlohn auf die Entwicklung der Praktikumslandschaft in Deutschland auswirkt. Es besteht die Gefahr, dass das Angebot von längeren Praktika vor allem bei kleinen und mittelständischen Unternehmen zurückgeht, da sie die Nachwuchskräfte nicht mehr zu diesem Preis bezahlen wollen oder können. Viele Praktikanten werden vermutlich nur theoretisch finanziell von der neuen Regelung profitieren, da ein großer Teil der Stellen auf eine Dauer von maximal drei Monate reduziert wird.

Das Gesetz bietet jedoch einen Vorteil für junge Leute, die ein Pflichtpraktikum im Rahmen ihrer (universitären) Ausbildung absolvieren müssen. Da Pflichtpraktikanten nicht unter die Mindestlohnregelung fallen, werden sie möglicherweise bevorzugt eingestellt und können längere Praktika absolvieren.

Geld verdienen im Praktikum nur Nebensache.

Ein Praktikum ist nicht in erster Linie dazu da, Geld zu verdienen. Stattdessen sollte es vor allem aus der Sicht von Praktikanten vor allem drei Funktionen erfüllen:

  1. Praxiserfahrungen sammeln
  2. Berufliche Kontakte knüpfen / Networking
  3. Orientierung für die spätere Berufswahl

Nichtsdestotrotz ist es fair, wenn die Leistung eines Praktikanten und sein Beitrag zum Unternehmenserfolg auch finanziell honoriert werden.

Mindestlohn in anderen EU-Ländern.

Was 2014 in Deutschland hitzig über das MiLoG diskutiert wurde, darüber können andere Länder nur müde lächeln:

  • Die Niederlande beispielsweise haben bereits 1894 die Einführung eines Mindestlohns angedacht. Seit Ende der 60er Jahre ist gesetzlich festgelegt, dass 9,11 Euro mindestens pro Stunde an Arbeitnehmer gezahlt werden müssen. Mittlerweile liegt der Mindestlohn bei 10,14 Euro.

  • In Frankreich ist seit 1950 der Mindestverdient festgelegt und wird jedes Jahr am Jahresbeginn angeglichen – um die 10,15 Euro gibt es hier pro Stunde Arbeit, wodurch nicht nur die Existenz gesichert werden soll, sondern auch, dass jeder Arbeitnehmer an der wirtschaftlichen Entwicklung des Landes teilhaben kann.

  • Ein Vor- und Spitzenreiter in Sachen Mindestlohn ist Luxemburg mit 12,38 Euro pro Stunde.

  • In Spanien geht es nicht ganz so großzügig zu: Hier liegt der gesetzliche Mindestlohn bei lediglich 5,76 Euro. Keinen Mindestlohn gibt es in den skandinavischen Staaten und auch unsere Nachbarn Österreich und die Schweiz verzichten bislang auf eine gesetzliche Festlegung der Lohngrenze – wobei es sich gerade in der Schweiz durchaus lohnen kann, ein Praktikum zu absolvieren, da dort die Verdienstmöglichkeiten grundsätzlich besser sind als in Deutschland.

Insgesamt liegt Deutschland mit seinen 9,50 Euro Mindestlohn im europäischen Vergleich im vorderen Mittelfeld.

Fazit: Anpacken & durchstarten.

Nach wie vor wird der Mindestlohn diskutiert, gerade auch in Bezug auf Praktikanten. Da aber das ganz große Stellen-Sterben bis jetzt ausgeblieben ist und das Mindestgehalt viele positive Auswirkungen hat, ist mit weitreichenden Anpassungen wohl erst einmal nicht zu rechnen.

Die wichtigsten Gründe für ein Praktikum sind neben der Vergütung der Lernerfolg, das Verbessern des Lebenslaufs und das Kennenlernen spezifischer Branchen. Diese Motivationen stehen auf Platz 1 bis 3 und damit über der Bezahlung von Praktikanten. Daher gilt: Mach das Beste draus! Der Mindestlohn ist längst beschlossene Sache und selbst wenn Änderungen in der Zukunft noch möglich sind, sollten Unternehmen und Praktikanten sich mit der aktuellen Lage anfreunden und sie für sich nutzen, die Zukunft anpacken und die positiven Aspekte wie die soziale Gerechtigkeit im Auge behalten.

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