Die besten Praktika für Studenten.

Die besten Praktika für Studenten.
Ohne praktische Erfahrung wird es schwer mit einem erfolgreichen Berufseinstieg – fast alle Unternehmen erwarten mittlerweile, dass man schon während des Studiums Praktika absolviert hat. Hier kannst du dich informieren, welche Arbeitgeber bei Praktikanten besonders beliebt sind und bekommst neue Perspektiven für passende Branchen. Außerdem lernst du Praktika kennen, die vielleicht deinen Lebenslauf nicht fachlich pimpen – aber auf jeden Fall für Gesprächsstoff im Vorstellungsgespräch sorgen!
  1. Beste Unternehmen für Praktika 2017.

    Im CLEVIS Praktikantenspiegel, der größten Praktikantenstudie Deutschlands, wurden auch 2017 wieder die besten Arbeitgeber für Praktika ermittelt. In Sachen Arbeitgeber-Qualität schneiden in der internen Bewertung die Branchen Konsum- und Verbrauchsgüter sowie Pharma und Chemie besonders gut ab, während Luft- und Raumfahrt, Gesundheit & soziale Dienste sowie der Öffentliche Sektor das Schlusslicht bilden. Spitzenreiter sind Vereine und NGOs – wie man im Ranking der beliebtesten Arbeitgeber für Praktikanten 2017 sieht:

    1. Kindernothilfe
    2. Texas Instruments
    3. Dr. Oetker
    4. Academic Work
    5. JT International
    6. Procter & Gamble
    7. Hermes Gruppe
    8. TESA
    9. BSH Bosch und Siemens Hausgeräte
    10. Henkel

    Als Arbeitgeber top – aber schaffen es diese Unternehmen auch in die Köpfe der Studenten? Hier entscheidet oft das externe Markenimage, ob sich wirklich jemand bewirbt. Hier haben im Ranking Firmen wie

    • Audi,

    • Porsche,

    • BMW,

    • Adidas,

    • Dräger und

    • Microsoft

    die Nase vorn. Auch die intern als sehr gut bewertete Kindernothilfe landet hier auf dem Treppchen auf Platz drei. Die Automobilbranche sowie Bereiche wie Bildung & Technik, Medien & Unterhaltung sowie Elektrotechnik & Feinmechanik schneiden insgesamt am besten ab, während Unternehmen aus Wissenschaft & Forschung das Nachsehen haben. Erstaunlich ist, dass bekannte Marken wie Lidl, die Deutsche Bahn, McDonalds oder auch Academic Work auf den hinteren Rängen liegen – diesen „Hidden Champions“ fehlt in der externen Beurteilung scheinbar noch die Kennzeichnung als guter Arbeitgeber speziell für Praktikanten. Hier lohnt es sich also besonders, nach Erfahrungen von ehemaligen Praktikanten Ausschau zu halten und die Chance zu nutzen, sich hier zu bewerben.

    Was man bei solchen Rankings im Auge behalten muss: Was es letztendlich heißt, ein guter Arbeitgeber für Praktikanten zu sein, ist sehr individuell: Der eine legt viel Wert auf eine überdurchschnittliche Bezahlung, der nächste präferiert ein Start-up mit einem kleinen Team und flachen Strukturen, und wieder jemand anders legt Wert auf die Reputation des Unternehmens. Laut dem Praktikantenspiegel 2017 sind über 25 Prozent der Praktikanten mit der Vergütung und 13 Prozent mit dem Lerneffekt im Praktikum unzufrieden. Die Arbeitsbedingungen insgesamt bewerteten jedoch über 90 Prozent als zufriedenstellend.

    Neben diesen persönlichen Schwerpunkten macht es Sinn, sich Gedanken zu machen, wie die Zukunftsaussichten in verschiedenen Branchen aussehen. Sicher, das machst du bereits mit der Wahl deines Studiums – wer Informatik oder Maschinenbau studiert, weiß um seine guten Chancen auf dem Arbeitsmarkt –, aber auch mit anderen Studiengängen kannst du deine berufliche Laufbahn geschickt in eine vielversprechende Richtung lenken, auch wenn das auf den ersten Blick nicht offensichtlich ist.

  2. Karrierechancen für MINT: Hast du diese Arbeitgeber auf dem Schirm?

    Du studierst aus Interesse Chemie und suchst jetzt nach einem passenden Praktikum, hast aber keine Lust auf Forschung und Labor, sondern interessierst dich für die freie Wirtschaft? Studenten der MINT-Fächer haben gute Chancen in Unternehmen, die sie vielleicht nicht auf den ersten Blick als potenzielle Arbeitgeber im Sinn gehabt hätten. Der Fachkräftemangel zieht weite Kreise, sodass prognostiziert wird, dass die Wirtschaft zwischen 2015 und 2020 jährlich rund 110.000 MINT-Akademikerstellen nachbesetzen muss. Von diesen sind 70 Prozent Ingenieure, aber auch Naturwissenschaftler werden benötigt und sollten sich klarmachen, dass sie in der Wirtschaft beste Chancen haben – 2017 sind deutschlandweit sogar 129.800 MINT-Akademikerstellen unbesetzt. Den Grundstein legst du mit einem Praktikum – aber wo eigentlich? Chancen bieten sich in folgenden Branchen:

    • Consulting: Unternehmensberatungen wie KPMG, PwC oder innogy Consulting suchen immer wieder Naturwissenschaftler, die in ihrem Themenbereich top ausgebildet sind und dieses Know-how mit betriebswirtschaftlichem Verständnis kombinieren. Startest du als Praktikant bei einem solch renommierten Unternehmen, hast du einen Fuß in der Tür und dadurch bessere Chancen nach dem Studium. Eine weitere Option ist, deine Abschlussarbeit im Unternehmen zu schreiben.

    • Journalismus: Wenn du eine Karriere als Wissenschaftsjournalist anstrebst, macht es Sinn, während des Studiums Erfahrungen durch Praktika oder freie Mitarbeit zu sammeln. Wichtig ist hier ein breit gefächertes naturwissenschaftliches Grundlagenwissen.

    • Versicherungsbranche: Als Naturwissenschaftler verfügst du über sehr gute analytische Fähigkeiten und eine ausgeprägte Problemlösungskompetenz, die auch in der Versicherungsbranche gebraucht werden. Hier kannst du im Praktikum schauen, ob du dir vorstellen kannst, etwas fachfremder zu arbeiten.

    • Öffentlichkeitsarbeit: Auch im PR-Bereich kannst du als MINT-Student Praktika absolvieren. Chancen hast du zum Beispiel beim Bundesministerium für Bildung und Forschung, für das du beispielsweise komplexe Forschungsergebnisse für die Öffentlichkeit aufbereitest. Hier sind die Anforderungen hoch – deswegen ist es umso besser, wenn du bereits Praxiserfahrung mitbringst.

    • Vertrieb: Wer Produkte verkauft, muss extrem gut über sie Bescheid wissen. Während in der Hightech Industrie Ingenieure eingesetzt werden, baut die Pharmaindustrie auf Chemiker oder Biologen – Sachkenntnis ist hier sogar gesetzlich vorgeschrieben. In der Nuklearmedizin oder Medizintechnik sind Physiker gefragt. Ob die Arbeit im Sales-Bereich etwas für dich ist, merkst du während eines Praktikums schnell – hier wirst du sanft an die Tätigkeit herangeführt.

    Übrigens: Frauen sind in MINT-Berufen immer noch unterrepräsentiert – aber sehr gerne gesehen bei Unternehmen, sodass du dich nicht scheuen solltest, diesen Weg einzuschlagen.

  3. 5 Außergewöhnliche Praktika & Nebenjobs.

    1. Inselhüter: Die Ausschreibung versprach den „Best Job in the World“ – einen sechsmonatigen Aufenthalt auf der paradiesisch anmutenden Insel Hamilton und regelmäßiges Bloggen über das Leben dort. Für den glücklichen Engländer, der hier überzeugt hat, stand Tauchen, Segeln, Klettern, Fische füttern und Postbote per Helikopter spielen auf dem Programm. Über seine Erlebnisse berichtete er via Video, mit Bildern und Blogartikeln. Umgerechnet 80.000 Euro bekam er für das sechsmonatige „Inselhüten“. Aktuell ist die Stelle zwar nicht mehr ausgeschrieben – aber es gab bereits zahlreiche ähnlich schöne Angebote für Reiselustige oder Touristik-Studenten, zum Beispiel das „Praktikum deines Lebens“ von Urlaubsguru.

    2. Mystery Shopper: Shoppen und dafür bezahlt werden? Klingt verlockend. Allerdings musst du nicht nur gut in der Umkleide aussehen, sondern vor allem auch im Laden performen. Als Mystery Shopper schlenderst du gezielt durch die Geschäfte und testest Dinge wie Ordnung, Sauberkeit oder Preisschilder, aber auch Beratung und Aufmerksamkeit der Verkäufer. Dabei soll Qualität sichergestellt werden – und zwar anonym. Die Unternehmen verwenden die Ergebnisse nur intern, veröffentlicht werden sie nicht. Wenn du gerne plauderst, aufmerksam bist und nebenbei nach neuen Lieblingsstücken Ausschau halten willst, bist du hier richtig und kannst mit einem Praktikum starten. Studierst du Mode oder Psychologie, ist der Job doppelt interessant für dich.

    3. Drink It Intern World of Beer: Ja, genau. Hier geht es tatsächlich um Bier trinken. Genau gesagt um Bier trinken, reisen und mehr Bier trinken, so verrät es die Website von World of Beer, einer Bar-Kette aus Florida. Vier Monate lang reist du als Praktikant durch die Welt, besuchst eine Brauerei nach der anderen sowie Festivals oder sonstige Veranstaltungen, auf denen es Bier gibt, trinkst und dokumentierst das alles. Dazu musst du auch kein Student sein, sondern einfach nur 21, im Besitz eines Passes sowie mit Zeit und Social Media Skills im Gepäck – und los geht die feuchtfröhliche Reise. Nicht nur Gaudi, sondern auch durchaus nützlich, wenn man in die Gastronomie gehen will!

    4. Praktikant bei Jimmy Fallon: Zugegeben, dieses Praktikum findet man nicht alle Tage, aber die Geschichte zeigt, dass man mit kreativen Ideen Träume verwirklichen kann. Ein Student hat sich mit einem Rap-Video bei Jimmy Fallon beworben und prompt die Zusage bekommen – live und im Fernsehen. Du willst auch „was mit Medien“ machen? Dann lass dich inspirieren – hier geht's zum Video.

    5. Praktikant bei Google: Alles andere als easy, sondern außergewöhnlich schwer – aber, wenn du es schaffst hier reinzukommen, sei es in der IT, im Sales oder im Marketing, hast du es geschafft: Die Praktikantengehälter bei Google liegen weit über dem Durchschnitt und als Arbeitgeber zählt der Suchmaschinen-Gigant zu den besten. Das mag an den hochmodernen Büros liegen, die teilweise eher einer Spielwiese ähneln, an den zahlreichen Benefits von gesundem Essen über das unternehmenseigene Fitnessstudio bis hin zu extrem guten Konditionen für junge Familien. Mitarbeiter schwärmen darüber hinaus über die innovative Atmosphäre im Unternehmen, in dem extrem kluge Köpfe dieselben zusammenstecken und das Internet immer wieder revolutionieren. Und: Ehemalige Praktikanten, die einen richtig guten Job machen, hat Google gerne als zukünftige feste Mitarbeiter auf dem Schirm.