5 Tipps für dein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum

5 Tipps für dein Vorstellungsgespräch für ein Praktikum
PRAKTIKUM.INFO-Umfrage

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Die erste Hürde ist genommen, doch wie geht es weiter: Welche Fragen solltest du im Vorstellungsgespräch für dein Praktikum stellen? Welche Antworten musst du parat haben? Und was gibt es sonst zu beachten? PRAKTIKUM.INFO gibt Tipps.

Inhalt

  1. Tipp 1: Recherchiere
  2. Tipp 2: Sei vorbereitet
  3. Tipp 3: Gib Antworten
  4. Tipp 4: Hinterlasse Eindruck
  5. Tipp 5: Sei vorausschauend

Survivalguide für dein Praktikums-Vorstellungsgespräch

Wirst du als Bewerber zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen, konntest du mit deinen Bewerbungsunterlagen bereits das Interesse des Unternehmens wecken. Diesen positiven ersten Eindruck gilt es nun, im Vorstellungsgespräch für dein Praktikum zu bestärken. Dabei dient das Gespräch dazu, sich gegenseitig kennenzulernen und über die ausgeschriebene Tätigkeit zu sprechen. Versuche, das Gespräch dabei als gegenseitiges Kennenlernen zu sehen – denn nicht nur du musst zum Unternehmen passen, sondern auch andersherum.

Tipp 1: Recherchiere

Das solltest du über das Unternehmen wissen:

  • Kurze Historie: Hier geht es nicht darum, die komplette Geschichte auswendig zu lernen, aber du solltest wissen, wann das Unternehmen gegründet wurde, wie die Geschäftsleitung heißt und wie ggf. der Mutterkonzern bzw. die Tochterfirmen heißen.
  • Aktuelle News: Google vorab das Unternehmen und wähle in der Navigationsleiste bei Google den Reiter „News“ aus; dort findest du die neuesten Nachrichten über das Unternehmen und kannst so mit brandaktuellem Wissen punkten.
  • Produkte: Was wird überhaupt verkauft und wie sieht das Geschäftsmodell aus? Eventuell macht es im Zuge dessen auch Sinn, einen Blick auf die Konkurrenz zu werfen oder zumindest zu wissen, wer die Konkurrenz ist.

Tipp 2: Sei vorbereitet

Organisatorische Vorbereitung

Du hast deine Bewerbung noch einmal in Printform dabei und dir die wichtigsten Fragen an das Unternehmen notiert. Außerdem hast du dich genau informiert, wo du hin musst und wie genau du dorthin kommen kannst. Ideal ist es, den Weg vorab einmal abzulaufen/abzufahren, um keine böse Überraschung zu erleben.

Inhaltliche Vorbereitung

Ein Bewerbungsgespräch erfordert immer eine gute Vorbereitung. Nicht nur die Unternehmen unterscheiden sich, sondern auch die Praktikumsstellen und mit ihnen die Anforderungen an die Bewerber. Damit du dich dementsprechend ‚gut verkaufen’ kannst, solltest du dir zur Vorbereitung auf das Vorstellungsgespräch noch einmal deine eigene Bewerbung sowie die Stellenausschreibung durchlesen. So kannst du die Vorstellung deiner Person explizit auf die Stellenausschreibung münzen: Es sind Programmierkenntnisse gefragt? Du hattest doch den HTML-Kurs an der Uni. Teamgeist und Ehrgeiz sind auch nötig? Kein Problem, schließlich spielst du schon lange in einer Fußballmannschaft, wo beides wichtige Soft Skills sind.

Gelingt es dir, deinen Lebenslauf mit der Stellenausschreibung in Einklang zu bringen, hast du gute Chancen, den Personaler von dir zu überzeugen. Dabei sollst du natürlich nicht lügen, sondern stets glaubhaft argumentieren.

Tipp 3: Gib Antworten

Es gibt ein paar Fragen im Vorstellungsgespräch, die sind fast schon obligatorisch bzw. funktioniert es ohne diese nicht. Gerade was die fachliche Qualifikation angeht, solltest du deshalb gut gewappnet sein: Du musst wissen, wieso du für das Praktikum geeignet bist, welche Kenntnisse und Fähigkeiten du mitbringst und natürlich auch deine bisherige Vita aus dem Effeff erzählen können. Aber das reicht noch nicht – folgende Themenfelder können auch Teil des Interviews sein:

Motivation:

  • Was erwartest du von dem Praktikum?
  • Wieso hast du dich ausgerechnet auf diese Praktikumsstelle beworben?
  • Wieso möchtest du in unserem Unternehmen ein Praktikum absolvieren?

Soft Skills:

  • Wie würden Ihre Freunde Sie beschreiben?
  • Was sind Ihre Stärken? Und was Ihre Schwächen?
  • Welche Eigenschaften sind für den Praktikumsplatz besonders wichtig?

Persönlichkeit:

  • Wo möchten Sie beruflich mal hin? Wie sehen Ihre Karrierepläne aus?
  • Welche Hobbies haben Sie?
  • Wie sieht die optimale Arbeitsumgebung für Sie aus?

Fragen, die du stellen kannst:

  • Wie groß ist das Team, in dem du arbeiten wirst?
  • Wie ist die Einarbeitung ins Praktikum geregelt, wer ist dein Ansprechpartner?
  • Wirst du vor allem ins Tagesgeschäft integriert oder bekommst du auch kleinere eigene Projekte?

Tipp 4: Hinterlasse Eindruck

Zu einer guten Vorbereitung gehört auch, das eigene Auftreten zu überprüfen. So dient ein Vorstellungsgespräch immer dazu, einen persönlichen Eindruck vom Bewerber und seiner sozialen Kompetenz zu erhalten. Das ist mindestens genauso wichtig wie die fachliche Qualifikation.

Hier ein paar Verhaltensregeln, die du unbedingt beachten solltest:

  • Steh bei der Begrüßung auf, reiche dem Gegenüber die Hand und nenne den eigenen Namen
  • Achte auf einen festen Händedruck
  • Sei höflich und freundlich
  • Bekommst du etwas zu trinken angeboten, nimm es auf jeden Fall an
  • Schaue deinem Gesprächspartner in die Augen
  • Tipp bei Schweißhänden: Halte ein Taschentuch in der Hosentasche griffbereit

Tipp 5: Sei vorausschauend

Das Vorstellungsgespräch für ein Praktikum ist oft nicht ganz so ausführlich wie ein Bewerbungsgespräch für eine Festanstellung. Ansonsten unterscheiden sich beide Arten von Einstellungsgesprächen aber kaum. So lassen sich beide Arten Bewerbungsgespräche zumeist in verschiedene Phasen unterteilen:

Small Talk: In der Regel startet das Vorstellungsgespräch für ein Praktikum mit einem kurzen Small-Talk. Da geht es zum Beispiel darum, ob du den Weg gut gefunden hast. Hier antwortest du immer positiv. Sinn und Zweck des Small-Talks ist es, eine gute Grundstimmung zu schaffen.

Unternehmenspräsentation: Danach stellen sich die Unternehmen oft selbst kurz vor und geben dem Bewerber einen Überblick über seinen zukünftigen Tätigkeitsbereich. Hierbei solltest du gut zuhören, um dich im Gesprächsverlauf auf diese Informationen beziehen zu können.

Selbstpräsentation: Im Anschluss an die kurze Unternehmenspräsentation wirst du aufgefordert, dich selbst und deinen Werdegang vorzustellen. Das kann entweder anhand konkreter Fragen erfolgen oder du entscheidest selbst, was du über dich berichten möchtest. Im Zuge dieser Selbstpräsentation solltest du dich auf die Stationen deines Lebenslaufs beschränken, die besonders wichtig für die jeweilige Praktikumsstelle sind.

Jobinterview: Nun folgt der eigentliche Kern des Vorstellungsgesprächs für das Praktikum. Dabei möchten die Unternehmensvertreter etwas über deine Motivation erfahren. Sie wollen wissen, warum du dich für die jeweilige Praktikumsstelle und das Unternehmen entschieden hast. Ebenfalls gängig sind Fragen zu deinen Stärken und Schwächen, zu deiner Arbeitsweise sowie zu deinem Umgang mit Kollegen, Vorgesetzten und Kunden.

Fragerunde: Zum Abschluss bekommst du die Gelegenheit, eigene Fragen zu stellen. Diese Chance solltest du in jedem Fall nutzen. Schließlich symbolisiert das Interesse am Unternehmen und an der jeweiligen Praktikumsstelle. Dabei solltest du aber nicht nur nach Urlaub und Bezahlung fragen, sondern auch nach Dingen wie z.B. der Unternehmenskultur, Einarbeitung und dem Dresscode.

Abschluss: Nun wird dir der Personaler sagen, dass er sich für das Gespräch bei dir bedankt und dir eine Frist nennen, innerhalb derer du mit einer Rückmeldung rechnen kannst.

PRAKTIKUM.INFO wünscht dir viel Erfolg im Vorstellungsgespräch!

Über den Autor

Jana Teuber
Jana Teuber

Als Content Managerin für PRAKTIKUM.INFO ist die studierte Germanistin sowohl mit der Praktikantenlandschaft in Deutschland als auch mit Karrierethemen bestens vertraut.

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